Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 62
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Hemmmgeshfeimmero) marca (in der Gemarkung Hemshof bei Ludwigshafen-Friesen-
heim) in pago wormatiensi (im Wormsgau) gelegene Wiese verkauft habe. Sie mißt in der
Länge 30 und in der Breite 15 Ruten. Ferner verkaufte ich fünf Morgen Land in

FndoUish( eimmero) marca (in der Gemarkung Friedelsheim ö. Bad Dürkheim/W.)
und in

Wizenh(ezm = Weisenheim am Berg s. Grünstadt/W.) einen Weinberg im Ausmaß
von einem Morgen. Als Gegenwert erhielt ich fünf Unzen in Silber. Die beschriebenen
Grundstücke habe ich in euer Eigentum übergeben. Ihr sollt das Recht haben, dieselben inne-
zuhaben, zu behalten, zu verschenken, zu vertauschen oder mit denselben nach euerem Be-
lieben zu verfahren. In allen Belangen sollt ihr freie Vollmacht haben. Dieser gegenwärtige
Verkauf soll jederzeit beständig und unverbrüchlich in Kraft bleiben. Geschlossen und ge-
fertigt. Geschehen im Kloster Lorsch am 4. Mai im 7. Regierungsjahr (775) des Königs
Karl. Handzeichen des Ruobert, welcher gewünscht hat, daß dieser Verkaufsvertrag aus-
gestellt werde. Samuel hat ihn geschrieben.

URKUNDE 957 (13. Mai 782 — Reg. 1756)
Schenkung des Wolfger in Wintersheim unter König Karl und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 13. Mai im 14. Jahre des Königs Karl. Ich, Wolfger, mache eine
Zuwendung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster
Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Helmerich als Abt vorsteht. Ich schenke als ewiges
Eigentum einen mir gehörigen Weinberg in der Wormsgauer Gemakung

Wintereshfe/w = Wintersheim sw. Oppenheim/R.). Vertragsfertigung. Amtlich ge-
schehen zu Laurissa (Lorsch). Handzeichen des Wolfger, welcher diese Schenkungsurkunde
ausstellen ließ. Rudolf hat sie geschrieben.

URKUNDE 958 (18. Februar 782 — Reg. 1665)
Schenkung des Willifrid unter (König) Karl und Abt Helmerich

Im Namen Gottes übertrage ich, Willifrit, zum Seelenheile des Engilher eine Spende
an den heiligen Märtyrer Nazarius. Er ruht in dem am Flusse Wiscoz (Weschnitz) in pago
rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorsch, wo der ehrwürdige Helmerich als Abt waltet.
Ich schenke mein Eigentum in der Wormsgauer Gemarkung

Winthreshfeiw = Wintersheim sw. Oppenheim/R.), nämlich eine Hof reite und einen
Weinberg, ferner in

Geminishfeim . Gimbsheim/R. s. Oppenheim) eine Hofreite, endlich in

Deonenhfeim = Dienheim!R. s. Oppenheim) einen Weinberg. Mit heutigem Tage über-
gebe ich, gestützt auf Handgelöbnis, als ewiges Eigentum dies alles aus meinem in das
Eigentum und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Geschehen im Kloster Lorsch am 18. Februar
im 14. Regierungsjahre des Königs Karl. Handzeichen des Engilher, welcher veranlaßt hat,
daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Samuel hat sie geschrieben.

URKUNDE 959 (21. Juni 778 — Reg. 1428)

Schenkung des Adelger unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 21. Juni im 10. Regierungsjahre des Königs Karl will ich,
Adaiger, ein gutes Werk vollbringen. Es ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Nazarius,
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