Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 89
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URKUNDE 1027 (26, Juni 797 — Reg. 2596)
(Schenkung des Gozbert) unter König Karl und Abt Richbod

Ich, Gozbert, errichte im Namen Gottes eine Stiftung für den heiligen Märtyrer Na-
zarius, dessen Leib in pago renensi (im Oberrheingauer) Kloster Lauressam (Lorsch) ruht,
und an jene fromme Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt
Richbodo dient. Ich übergebe kraft nachfolgender Fertigung einen Weinberg in pago
wormatiensi (im Wormsgau) in

Bermerseimer marca (in der Gemarkung Bermersheim nw. WormsIR.). Geschehen im
Kloster Lorsch, am 26, Juni im 29. Jahr unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen des
Gozbert, v/elcher angeordnet hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Regin-
bert hat sie geschrieben.

URKUNDE 1028 (30. Juli 773 — Reg. 939)

Schenkung von Warinbert und Gundrat im nämlichen Weiler unter Karl dem Großen

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 30. Juli im 5. Regierungsjahr (773) unseres Herrn, des Königs
Karl. Wir, Warinbert und Gundrat, meine Frau, machen eine Vergabung. Sie sei gewidmet
dem heiligen Märtyrer Nazarius, der in pago rhenensi (im Oberrheingau), im Kloster
Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Vater Gundeland als Abt vosteht. Es ist
unser Wille, daß unserer Gabe ewiger Bestand beschieden sei. Wir schenken alles, was wir
in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in

Bermersh( eimer) marca (in der Gemarkung Bermersheim nw. Worms!R.) bis auf die
gegenwärtige Zeit besessen haben, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, zugehörige und
anliegende Grundstücke, bewegliche und unbewegliche Habe, alles und in allen seinen
Teilen und in unveränderter Gesamtheit. Bekräftigt durch Handschlag und Brief schenken,
übergeben und übertragen wir dies alles als ewiges Eigentum in das Besitzrecht und unter
die Herrschaft des Hl. Nazarius. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben.
Handzeichen von Wirinbert und Guntrad, seiner Gattin, welche gebeten haben, daß diese
Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Ich, Samuel, habe sie auf Anforde-
rung geschrieben.

URKUNDE 1029 (25. Juni 775 — Reg. 1198)

Schenkung des Wiebert im gleichen Dorf unter Karl dem Großen und Abt Gundeland

In Christi Namen, arn 25. Juni im 7. Jahre (775) der Regierung unseres Herrn, des
Königs Karl, daher im Namen Gottes. Ich, Wiebert, will zum Seelenheile meines Vaters
Wictram (Wichram?) ein gutes Werk vollbringen. Ich gebe das, was er selber als recht-
mäßiges Eigentum in meine Hände gelegt hat, an den Hl. Nazarius weiter. Sein Leib
ruht in pago rinensheim (im Oberrheingau), im Kloster Laurissam (Lorsch), dem der ehr-
würdige Gundeland als Abt vorsteht. Ewigen Bestand wünsche ich meiner Vergabung,
nämlich einem Weinberg, gelegen in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der
Gemarkung

Bermerheim (Bermersheim n. AlzeyISelz). Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Ge-
schehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Wiebert, welcher
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