Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Page: 110
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URKUNDE 1084 (27. September 778 — Reg. 1458)

Schenkung des Heinrich in der Monzernheimer Gemarkung unter Abt

Gundeland und König Karl

Ich, Heinrich, mache im Namen Gottes eine Vergabung. Ich wende sie dem heiligen
Märtyrer Nazarius zu, dessen Leib in monasterio laurissamensi (im Lorseber Kloster) ruht,
das in pago rhenensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegen ist. Die
Gabe gilt auch jener geheiligten Mönchsschar, welcher der ehrwürdige Gundeland als Abt
vorsteht. Ich schenke mein Eigentum in pago wormatiensi (im Wormsgau), in der Gemar-
kung

Munzanheim (Monzernheim nw. Worms), und zwar alles, was ich in jener Gemarkung
bisher besessen habe, mit Ausnahme eines Weinberges und eines halben Morgens Land.
Mit Rechtswirksamkeit vom gegenwärtigen Tage schenke, übergebe und übertrage ich dies
alles in der Weise, daß ihr, bekräftigt durch Handschlag und Brief, von heute an das Recht
haben sollt, diese Güter innezuhaben, zu verschenken oder zu vertauschen. Geschehen im
Kloster Lorsch am 27. September im 10. Jahre (778) des Königs Karl. Handzeichen des
Henrich, welcher ersucht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde.

URKUNDE 1085 (12. Juni 797 — Reg. 2590)
Schenkung des Erperio in der Monzernheimer Gemarkung unter Abt Richbodo

Im Namen Gottes errichte ich, Erperio, eine fromme Stiftung für den heiligen Märtyrer
Gottes Nazarius, dessen Leib in pago rhenense (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lau-
ressam (Lorsch) ruht, das unter der Leitung seines Abtes, des ehrwürdigen Herrn Richbodo,
steht. Meine Vergabung, der ich immerwährenden Bestand wünsche, besteht in meinem
Besitztum in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Munzinheim (Monzernheim nw. Worms). Als ewiges Eigentum schenke ich einen
Weinberg und ein Joch Ackerland. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in Lau-
rissa (Lorsch) am 12. Juni im 29. Regierungsjahr (797) des Königs Karl. Handzeichen des
Erperio, welcher diese Schenkungsurkunde ausstellen ließ. Reginbert hat sie geschrieben.

URKUNDE 1086 (7. September 771 — Reg. 674)

Schenkung von (Beba und) Nortram in der Monzernheimer Gemarkung
unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 7. September im 3. Regierungsjahr (771) des Königs Karl. Wir,
Beba und Nortram, überreichen als rechtmäßige Besitzer eine Gabe dem heiligen Märtyrer
Nazarius, dessen Leib in dem in pago rhenense (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lau-
ressam ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Es ist unser Wille,
daß unsere Spende für immerdar hingegeben sei. Wir schenken einen uns gehörigen Wein-
be rg in pago wormatiense (im Wormsgau), in der Gemarkung

Munzinheim (Monzernheim nw. Worms). Von heute an sei er immerwährendes Eigen-
gut. Daraufhin erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und
Zeit wie oben. Handzeichen von Beba und Nortram, welche die Ausstellung dieser Schen-
kungsurkunde nachgesucht haben. Samuel hat sie geschrieben.
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