Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 124
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immerwährenden Besitz. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorseber Kloster) am
15. Oktober im 12. Regierungsjahr (779) des Königs Karl. Handzeichen von Giselheit,
welche gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde.

URKUNDE 1125 (14. Oktober 813 [?] — Reg. 3047)
Schenkung des Gerolf in demselben Weiler unter König Karl und Abt Adalung

Ich, Gerolf, übereigne im Namen Gottes eine milde Gabe an den heiligen Märtyrer
Nazarius, dessen Leib in monasterio laurissamensi (im Lorseber Kloster) ruht, das in pago
renensi (im Oberrheingau) liegt. Das Kloster steht unter der Leitung des ehrwürdigen
Abtes Adalung (804—837). Ich schenke in pago wormatfiemi = im Wbrmsgau), im Dorf

Dagolfesheim (Dalsheim nw. Worms) einen Weinberg kraft nachstehender Fertigung.
Geschehen im Lorscher Kloster am 14. Oktober im 26. Regierungsjahr (793? vielleicht
richtig: 46. RJ. = 813) des Königs Karl. Namenszeichen des Geistlichen Gerolf, welcher
gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde.

URKUNDE 1126 (24. Juli 778 — Reg. 1487)
Schenkung des Eberwin im gleichen Weiler unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 24. Juli im 11. Regierungsjahr (778) des Königs Karl. Ich, der
Geistliche Eberwin, errichte eine wohltätige Stiftung zugunsten des heiligen Märtyrers
Nazarius, dessen Leib in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) ruht, das in pago
renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegen ist. Dem Kloster steht
der ehrwürdige Gundeland (gest. 18. XII. 778) als Abt vor. Bekräftigt durch Handschlag
und Brief schenke ich in pago worm3.t(iensi = im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Dagolfesheim (Dalsheim nw. Worms) einen halben Weinberg. Geschehen im Lorscher
Kloster. Tag und Zeit wie oben. Namenszeichen des Eberwin, welcher diese Schenkungs-
urkunde ausstellen und fertigen ließ.

URKUNDE 1127 (11. Dezember 771 — Reg. 718)
Schenkung von Willeram und Lütram im gleichen Weiler unter König

Karl und Abt Gundeland
Wir, Williram und Lütram, möchten im Namen Gottes eine Schenkung vornehmen.
Wir überreichen sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in monasterio lauris-
samensi (im Lorscher Kloster) ruht, das in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wis-
coz (Weschnitz) liegt. Sie sei auch geweiht jener nach Heiligkeit strebenden Mönchsbruder-
schaft, welcher der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht, und verwendet für das Seelen-
heil des Friderich. Wir schenken das, was er selbst und seine Gattin Imma uns übergeben
haben, nämlich einen Weinberg in pago wormatfiewi — im Wormsgau), und zwar in der

Dagolfesheimer marca (in der Gemarkung Dalsheim nw. Worms). Damit ist der Ver-
trag abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster am 11. Dezember im 4. Regierungsjahr
(771) des Königs Karl. Handzeichen von Williram und Lütram, auf deren Veranlassung
diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt wurde.
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