Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 128
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1970bd3/0134
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
128

URKUNDE 1138 (um 770 — Reg. 1472)
Verkauf des Alpher im nämlichen Weiler unter Abt Gundeland

In Christi Namen, zur Zeit des Abtes Guntland (765 —778) vom St.-Nazarius-Kloster,
das Laurissa (Lorsch) genannt wird, habe ich, Alpher, einen Verkauf durchgeführt. Ich habe
euch in pago wormSLt(iensi — im Wormsgau), in der Gemarkung

Dagolfesheim (Dalsheim nw. Worms) drei Joch Ackerland und einen halben Weinberg-
anteil verkauft. Dagegen erhielt ich von euch sofort, wie es euch gefiel, den Kaufpreis.
Daher möget ihr nun von diesem Tag an die unumschränkte Vollmacht haben, damit zu
machen, was ihr wollt. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag
und Zeit wie oben. Handzeichen des Alpher, welcher gebeten hat, daß diese Verkaufs-
urkunde ausgestellt und gefertigt werde.

URKUNDE 1139 (14. April 799 — Reg. 2660)
Schenkung des Dibert in der Friesenheimer Gemarkung unter König

Karl und Abt Richbod

Ich, Dibert, spende im Namen Gottes ein Almosen für das Seelenheil meines Vaters
Dithard. Ich reiche es dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi
(im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster ruht. Damit ist es auch jenen Gottesknechten
gewährt, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Richbodo, dem Bischof und Abt, ihren
Dienst verrichten. Ich wünsche, daß meine Gabe für ewige Zeiten übertragen sei. Ich
schenke in pago wormat(7e«5z = im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung

Frisenheim (Ludwigshafen-Friesenheim) neun Joch Ackerland als ewiges Eigengut.
Vertragsabschluß. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 14. April
im 31. Regierungsjahr (799) des ruhmreichen Kaisers (richtig: Königs) Karl. Handzeichen
des Dibert.

URKUNDE 1140 (17. März 771 — Reg. 590)
Schenkung der Hitta in (Friesenheim, in) Weisenheim und in Karlbach
unter König Karl und Abt Gundeland

Ich, die gottgeweihte Hita, entrichte im Namen Gottes eine fromme Spende an den
heiligen Märtyrer Nazarius. Sein Leib ruht in dem in pago renensi (im Oberrheingau) ge-
legenen Lorscher Kloster. Die Spende sei auch dargereicht jener heiligen Mönchsschar,
welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland dient. Ich bestätige, daß ich
meine Gabe vollkommen freiwillig entrichtet habe. Meine Schenkungen befinden sich in
pago woTmax(iensi — im Wormsgau), und zwar in den Gemarkungen

Frisenheim (Ludwigshafen-Friesenheim),

Wizzinheim (Weisenheim am Berg s. Grünstadt/W.),

Eberulfesheim (Ebertsheim w. Grünstadt),

Muntinheim (Ludwigshafen-Mundenheim),

Hammingesheim (Hemshof bei Ludwigshafen-Friesenheim) und in
Karlebach (Karlbach; G-, K.-; sö. Grünstadt).

Ich übergebe alles das, was mir rechtlich aus der väterlichen Erbschaft zugeflossen ist,
nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder Weinberge, Wohnhäuser, Wirt-
loading ...