Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 3): Schenkungsurkunden Nr. 819 - 1999, Wormsgau — Lorsch, 1970

Seite: 255
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URKUNDE 1558 (19. Mai 780 — Reg. 1574)
Schenkung der Diura im gleichen Weiler unter König Karl und Abt Helmerich

Ich, Diura, wende im Namen Gottes dem Hl. Nazarius eine Gabe zu. Sein Leib ruht
im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Ich schenke als
ewiges Eigentum in pago worma.t(iensi — im Wormsgau), in der

Oppenheimer marca (Gemarkung Oppenheim) einen Weinberg und zwei Pferde. Der
Vertrag wird hiermit gefertigt. Geschehen in monasterio laurishfamensi = im Lorscher
Kloster) am 19. Mai im 12. Jahr (780) des Königs Karl.

URKUNDE 1559 (22. Juni 788 — Reg. 2046)
Schenkung von Tuto und Erchenold unter König Karl und Abt Riclibod

Wir, Titto, Erchenolf und Richgart, wollen im Namen Gottes eine Schenkung machen.
Wir lassen sie dem Hl. Nazarius zukommen, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das
unter der Verwaltung des ehrwürdigen Richbodo steht. Wir schenken zwei Weinberge in
pago worma.t( iensi = im Wormsgau), in der

Oppenheimer marca (Gemarkung Oppenheim/R. oder Wies-Oppenheim w. Worms).
Damit das Eigentum für alle Zeiten gefestigt sei, wird dieser Vertrag abgeschlossen. Ge-
schehen in monasterio laurish(amensi — im Lorscher Kloster) am 22. Juni im 20. Jahr
(788) des ruhmreichen Königs Karl.

URKUNDE 1560 (20. Juli 765 — Reg. 4)
Schenkung des Folrad in derselben Gemarkung unter König Pipin und Rucgang,

dem Erzbischof und Abt

In Christi Namen, am 20. Juli im 13. Jahr (765) des Königs Pippin. Ich, Folrad, will
eine wohltätige Stiftung errichten. Sie sei dem Hl. Nazarius zugedacht, dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Erzbischof Rucgang als Abt waltet. Als
immerwährendes Eigentum schenke ich einen Weinberg in pago wo~m(atiensi = im
Wormsgau), in der

Oppenheimer marca (Gemarkung Oppenheim/R.). Geschlossen und gefertigt. Ge-
schehen in monasterio lzurish( amensi r= im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 1561 (5. April 766 — Reg. 39)
Schenkung des Guntram im nämlichen Weiler unter König Pipin und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 5. April im 14. Jahr (766) des Königs Pippin. Ich, Guntram
(I., 4. Graf des Oberrheingaues aus dem Hause der Rupertiner, gest. zwischen 775 und
782 — siehe Band I, Seite 37), mache eine Vergabung. Sie ist bestimmt für den heiligen
Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland
als Abt vorsteht. Ich schenke einen Knecht namens Rudolf und einen Weinberg, gelegen
in pago worm(atiensi — im Wormsgau), in der

Oppenheimer marca (Gemarkung Oppenheim/R.). Urkund dessen nachstehende Fer-
tigung. Geschehen in monasterio la.urish.( amensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.
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