Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

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URKUNDE 2025 (12. Juni 774 — Reg. 1028)
Schenkung der Imma in der Waldlaubersheimer Gemarkung unter König Karl

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 12. Juni im 6. Jahr (774) unseres Herrn, des Königs Karl. Ich,
Imma, errichte zu meinem Seelenheil eine wohltätige Stiftung. Sie gelte dem heiligen Mär-
tyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als
Abt vorsteht. Es ist mein Wunsch, daß meine Vergabung von ewiger Dauer sei, und ich
erwähne ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willen erfolgt. Ich schenke alles, was ich
in pago Nahgowe (im Nahegau), in der

Lefritesheimer marca (Gemarkung Waldlaubersheim w. Bingen/R.) an Hofstätten und
Ländereien besitze. Von diesem Tag an sollt ihr alles mit dem Rechte besitzen, dasselbe zu
behalten, zu vertauschen, zu verschenken oder sonstwie damit zu machen, was immer ihr
wollt. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio \dMns)i(amensi -
im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2026 (26. Mai 779? — Reg. 1870)
Schenkung des Ulfrit in der Monzinger Gemarkung unter Karl dem Ruhmreichen

und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 26. Mai im 10. Jahr (778; richtig vielleicht: 11. Jahr = 779)
des Königs Karl, mache ich, Ulfrit, eine Vergabung. Sie sei ausgerichtet an den heiligen
Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Helmerich
(Regierungsantritt erst nach dem 18. Dezember 778) als Abt vorsteht. Es ist mein Wille,
daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus frei-
willig geboten wurde. Ich schenke in pago Nachgowe (im Nahegau), in der

Munzaher marca (Gemarkung Monzingen ö. Kirn/Nahe) vier Joch Ackerland und
einen Weinberg. Im Namen Gottes mögen diese Güter ewiges Eigentum bleiben. Damit
ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in monasterio laurish.(amensi = im Lorscher Klo-
ster). Tag und Zeit wie oben.

SPEYERGAU
(Urkunden Nrn. 2027—2171)

URKUNDE 2027 (27. April 790 — Reg. 2173)
Schenkung des Meginher in Mutterstadt unter Karl dem Großen und Abt Richbod

In Christi Namen, am 27. April im 22. Jahr (790) Karls, des großen Kaisers (richtig:
Königs), entrichte ich, Meginher, eine Spende zum Seelenheil meines Bruders Muther. Sie
sei dargebracht dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster ruht,
das vom ehrwürdigen Abt Richbodo verwaltet wird. Ich schenke fünf Morgen Land in
pago spirensi (im Speyergau), und zwar in der

Mutherstather marca (Gemarkung Mutterstadt sw. LudwigshafenlR.). Geschlossen und
gefertigt. Geschehen in monasterio \zm'\sh(amensi = im Lorscher Kloster). Zelt wie oben.
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