Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 134
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URKUNDE 2428 (26. November 769 — Reg. 464)
Schenkung des Irminnold im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 26. November im 2. Jahr (769) des Königs Karl, will ich, der
Priester Irminold, des Heiles meiner Seele gedenken. So entrichte ich denn eine Spende an
den Hl. ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland
als Abt vorsteht. Ich schenke alles, was ich in der oben genannten Gemarkung (Offenau)
an Hofreiten, Feldern, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohnhäusern, Wirtschaftsbauten,
Leibeigenen und Büchern besitze. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio
\aurish( amensi — im Lorseber Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2429 (26. April 767 - Reg. 141)

Schenkung des Eberwin in derselben Gemarkung unter Abt Gundeland

und König Pippin

In Gottes Namen wollen wir, Eberwin und meine Gattin Engiltrud, eine Opfergabe
darbringen. Sie soll dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) zugutekommen, dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, das sich in der Obhut des ehrwürdigen Abtes Gundeland befindet.
Wir geben auf ewig zu eigen alles, was wir in der oben genannten Gemarkung (Offenau),
in

Gundolfesheim (Gundelsheim/Nk. n. Neckarsulm n. Heilbronn) und in
Greozisheim (Griesheim, Ober-, Unter-, n. Wimpfen/Nk.) an Äckern, Hofreiten, Wie-
sen, Wäldern und Gewässern besitzen. Vertragsfertigung. Geschehen in monasterio lauris-
h(amensi — im Lorseber Kloster) am 26. April im 15. Jahr (767) des Königs Pippin.

URKUNDE 2430 (31. August 775 — Reg. 1216)
Schenkung des Antelph im nämlichen Dorf unter Abt Gundeland und König Karl

Ich, Antelph, will im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil eine gute Tai vollbrin-
gen. So mache ich denn eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib
im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich gebe auf
ewig zu eigen alles, was ich in der oben genannten Gemarkung (Offenau) an Hof reiten,
Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohn- und Wirtschaftsbauten besitze, und außerdem drei
Leibeigene. In diesem Sinne erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen in monasterio
lzuris\\(amensi = im Lorseber Kloster) am 31. August im 7. Jahr (775) des Königs Karl.

URKUNDE 2431 (7. Juni 774 — Reg. 1023)
Schenkung des Gerfrid in Haßmersheim unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 7. Juni im 6. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Gerfrid, mache
zum Heile meiner Seele eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib
im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich schenke
in pago Neckergowe (im Neckargau), in

Hasmarsheim (HaßmersbeimlNk. s. Mosbach! Nordbaden) eine Hof reite, zehn Joch
Ackerland, eine Wiese und einen Wald mit Feldern, Weg und Steg und Wasservorkommen.
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