Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 139
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URKUNDE 2446 (29. Juni 774 — Reg. 1044)

Schenkung der Hiltegunt in der gleichen Gemarkung unter König Karl

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 29. Juni im 6. Jahr (774) des Königs Karl, will ich, Hildegunt,
mich für mein Seelenheil verwenden. Ich mache daher eine Vergabung an den heiligen
Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt
Gundeland betreut wird. Ich schenke in der oben genannten Gemarkung (Obrigheim) eine
halbe Hofreite mit darauf stehendem Haus und Hof, zehn Morgen Land und eine Wiese.
Urkund dessen nachstehende Fertigung. Geschehen in monasterio la.ur( ishamensi = im
Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2447 (31. Dezember 792 — Reg. 2411)
Schenkung des Hermenher in derselben Gemarkung unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 31. Dezember im 25. Jahr (792) des Königs Karl, will ich,
Hermenher, eine gute Tat vollbringen. Sie ist zugedacht dem heiligen Märtyrer ~N(azarius),
dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Rich-
bodo steht. Ich schenke alles, was ich in der oben genannten Gemarkung (Obrigheim) an
Hofreiten, Wiesen, Wäldern und Gewässern besitze, ferner in der Ortschaft, welche

Botenbach (Guttenbach/Nk. sö. Eberbach ö. Heidelberg) genannt wird, ein Rodland
und alles, was ich dort an Wohn- und Wirtschaftsbauten besitze, in ähnlicher Weise auch in
Asmaresheim (Haßmersheim/Nk. s. Mosbach in Nordbaden) drei Huben und alles, was
zu ihnen gehört, weiter im Ort

Wellenberg (Wollenberg zwischen Sinsheim sö. Heidelberg und Mosbach), im Dorf
Slochtra (Leingarten-Schluchtern w. HeilbronnlNk.) und endlich in
Bargen (nö. Sinsheim) alles, was ich dort an Hof reiten, Wiesen, Wäldern und Gewäs-
sern besitze, und 55 Leibeigene mit ihrem ganzen Eigentum. Vertraglich abgeschlossen. Ge-
schehen in monasterio \2Mv(ishamensi — im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2448 (30. Dezember 781? — Reg. 1914)

Schenkung des Odolwan in der nämlichen Gemarkung unter König Karl

und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 30. Dezember im 24. Jahr (statt XXIIII. Jahr = 791 vielleicht
richtig: XIIII. Jahr — 781) des Königs Karl, wollen wir, Odolwan und meine Gattin
Hunsuint, ein Almosen spenden. Wir weisen es dem Hl. N(azarius) zu, (dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht), dem der ehrwürdige Helmerich (778—784) als Abt vorsteht. Wir
schenken im oben genannten Dorf (Obrigheim) eine Hof reite, eine Hube, deren Zubehör
und sechs Leibeigene. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen in
monasterio laur(isbamensi = im Lorscher Kloster). Zeit wie oben.

URKUNDE 2449 (3. Juni 774 — Reg. 1019)
Schenkung des Fechto in der gleichen Gemarkung unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 3. Juni im 6. Jahr (774) des Königs Karl, nehme ich, Fechto, eine
Schenkung vor. Sie ist bestimmt zugunsten des Hl. N(azarius), (dessen Leib im Lorscher
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