Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 172
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gemacht wurde. Ich schenke in der oben genannten Gemarkung (Rieben) eine Hof reite mit
den darauf errichteten Bauwerken, 43 Morgen Land, Wiesen mit einem Jahresertrag von
sechs Fuder Heu und vier Leibeigene. Die Übergabe ist damit durchgeführt. Geschehen in
monasterio la.ur(ishamensi — im Lorscher Kloster) im 16. Jahr (829) des Kaisers Ludwig
(des Frommen).

URKUNDE 2566 (28. Januar 829 — Reg. 3234)
Schenkung des Wolfo unter Abt Adalung und Kaiser Ludwig

Im Namen Gottes will ich, Wolfo, für das Seelenheil von Hartrat und Segil (Saigil?)
sorgen. Ich mache deshalb eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen
Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Adalung als Abt vorsteht. Ich übergebe
in der oben genannten Gemarkung (Richen) 110 Morgen Land und "Wiesen zu zehn Fuder
Heu. Vertragsabschluß. Geschehen in monasterio ls.xinsh.( amensi = im Lorscher Kloster)
am 28. Januar im 16. Jahr (829) des Kaisers Ludwig (des Frommen).

URKUNDE 2567 (9. Jhdt.? — Reg. 3410)
Schenkung der Sungart
(Vgl. Urk. Nr. 2221)

Auch ich, Sungart, schenke in der gleichen Gemarkung (Richen) zwei Hof reiten, 136 Mor-
gen Land, zwei Teile von einem Bivang (siehe Urkunde 2543), Wiesen, die acht Fuder Heu
einbringen, sieben Leibeigene und alles, was ich in

Huchelinger marca (in der Gemarkung Udingen n. Eppingen w. Heilbronn/Nk.)
und in

Cimbren (Zimmern am Zimmerberg, Wüstung bei Eppingen) besessen habe. Zeugen
sind: Bernoch, Adelrat, Heidenrich und Willehelm.

URKUNDE 2568 (9. Jhdt.? — Reg. 3411)
Schenkung des Engilhelm

Im Namen Gottes und aus Liebe zu Gott habe ich, Engilhelm, dem heiligen Märtyrer
~N(azarius) von Laurishf^w = Lorsch) in der oben genannten

Riocher marca (Gemarkung Richen nö. Eppingen w. Heilbronn/Nk.) zwei Hofreiten,
eine Mühle, 26 Morgen Land, Wiesen zu fünf Fuder Heu und zwei Leibeigene übergeben.
Dies sind die Zeugen: Reginwart, Hiltebolt, Adelrat und Heimrich.

URKUNDE 2569 (12. März um 780 — Reg. 1716)
Schenkung der Ruthlint unter Abt Gundeland und König Karl

Ich, Ruthlint, errichte im Namen Gottes eine Stiftung zu Ehren des heiligen Märtyrers
'N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Gunde-
land (765—778) ist. Ich schenke in pago Elsenzgowe (im Eisenzgau), in

Helmunstater marca (in der Gemarkung Helmstadt nö. Sinsheim sö. Heidelberg) eine
Hofreite und überhaupt alles, was ich besitze. Urkund dessen untenstehende Fertigung.
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