Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 177
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URKUNDE 2585 (August 773 — Reg. 953)
Schenkung des Reduing unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, an einem Tage des Monats August im 5. Jahr (773) des Königs
Karl. Ich, Reduinc, schenke dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem vom
ehrwürdigen Abt Gundeland geleiteten Lorscher Kloster ruht, Güter. Ich übergebe in pago
Elsenzgowe (im Eisenzgau), in

Hovaheimer marca (in der Gemarkung Hohenheim nw. Sinsheim sö. Heidelb er gl Nk.)
fünf Huben und alles das, was an Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Gewässern, Wohnhäusern
und Wirtschaftsbauten dazugehört. Der Vertrag wird hiermit gefertigt. Geschehen in
monasterio laurish(öme?:z5i = im Lorscher Kloster) zur oben angegebenen Zeit.

URKUNDE 2586 (9. Jhdt.? — Reg. 3413)
Schenkung von Recco und Reginher

Wir, Recco und Reginher, wenden im Namen Gottes dem Hl. ~N(azarius) eine Gabe
zu. Wir übergeben ihm in der oben genannten

Hovaheimer marca (Gemarkung Hohenheim nw. Sinsheim sö. Heidelberg) zwei Hof-
reiten, sieben Morgen Land, zehn Wiesen und zehn Leibeigene, in

Nuzloher marca (in der Gemarkung Nußloch s. Heidelberg) zwanzig Tagwerk Reben-
pflanzungen, in

Sunnensheimer marca (in der Gemarkung Sinsheim), und zwar in dem
Mustrihesheim (Wüstung bei Sinsheim) genannten Dorf drei Huben mit den darauf

stehenden Gebäuden und Hofstätten, 35 Morgen an Waldung und eine Wiese. Zeugen sind

Gerhart, Albolf und Benno.

URKUNDE 2587 (24. Juni 795 — Reg. 2520)
Schenkung der Waltrat unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 24. Juni im 27. Jahr des Königs Karl. Ich, Waltrat, errichte zu
meinem Seelenheil eine wohltätige Stiftung zu Ehren des heiligen Märtyrers N(azarius).
Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Ich
schenke dem Heiligen alles, was ich in pago Elsenzgowe (im Eisenzgau), in

Risolfesheimer marca (in der Gemarkung Reilsheim a. d. Eisenz sö. Heidelberg) an
Hofreiten, Wiesen, Wäldern, Wasserrechten, Wohnhäusern und Wirtschaftsbauten besitze.
Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio la.uns\i(amensi = im
Lorscher Kloster). Zeit, wie oben erwähnt.

URKUNDE 2588 (10. Juli 769 — Reg. 405)
Schenkung des Rudwin unter Abt Gundeland und König Karl

In Gottes Namen machen wir, Ruduin und meine Frau Plihtrud, eine Vergabung an
den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehr-
würdige Gundeland die Abtwürde innehat. Wir schenken alles, was wir in der oben ge-
nannten Gemarkung (Reilsheim) an Hof reiten, Wiesen, Wäldern und Gewässern besitzen,
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