Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 199
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Gisenwilre marca (in der Gemarkung Gisenweiler; Wüstung zwischen Ebringen, Bien-
gen und Stauf en/Br.? — Gallenweiler?) alles, was wir bisher dort besessen haben, und
zwar einen Hof mit seinen Bauten für Unterkunft und Landwirtschaft, mit Äckern, Wiesen,
Weingärten, Wäldern und Gewässern. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen.
Geschehen in monasterio lzunsh( amensi = im Lorseber Kloster) im 10. Jahr (9. Oktober
777 bis 8. Oktober 778) des Königs Karl.

URKUNDE 2665 (779 oder 780 — Reg. 1597)
Schenkung von Isenbart und Baltsuint unter Abt Helmerich und König Karl

Wir, Isenbart und Baltsuint, übereignen im Namen Gottes dem heiligen Märtyrer N(a-
zarius) ein Geschenk. Der Leib des LIeiligen ruht im Lorscher Kloster, das vom ehrwür-
digen Abt Helmerich geleitet wird. Wir übergeben alles, was wir in der oben genannten
Gemarkung (Gisenweiler) bisher besessen haben, nämlich einen Bauernhof mit seinen
Wohnhäusern und Wirtschaftsbauten, mit Äckern, Wiesen, Rebenpflanzungen, Wäldern
und Gewässern. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio la.mish( ame?isi = im
Lorscher Kloster) im 12. Jahr (9. Oktober 779 bis 8. Oktober 780) des Königs Karl.

URKUNDE 2666 (772 oder 773 — Reg. 976)
Schenkung des Buho unter Abt Gundeland und König Karl

Im Namen Gottes übergebe ich, Buho (Baduho?) Güter an den heiligen Märtyrer N(<z-
zarius), dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Gundeland geleiteten Lorscher Kloster
ruht. Diese Güter liegen in der oben genannten Gemarkung

Gisenwilre (Gisenweiler), ferner in

Bihingen (Biengen sw. Freiburg/Br.),

Eburingen (Ebringen sw. Freiburg),

Stoufen (Staufen sw. Freiburg),

Hochtorph (Hochdorf nw. Freiburg),

Bockheim (Buchheim nw. Freiburg),

Hartheim (Wüstung bei Lohrbach n. Mosbach in Nordbaden? — ö. Walldürn n. Buchen
in Nordbaden? — nw. Staufen sw. Freiburg?) und in

Reuden (Nieder- und Ober-Reute nw. Freiburg). Alles, was ich in diesen Orten bisher
besessen habe, gebe ich hin, seien es nun Hofreiten, Wiesen, Weingärten, Wälder, Gewässer,
Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten, untergeordnete Hofreiten und dreißig Leibeigene. Ver-
tragsfertigung. Geschehen in monasterio la.ur(isbamensi = im Lorscher Kloster) im 5. Jahr
(9. Oktober 772 bis 8. Oktober 773) des Königs Karl.

URKUNDE 2667 (12. September 790 — Reg. 2242)
Schenkung des Ditbalt unter König Karl und Abt Richbodo

In Christi Namen, am 12. September im 22. Jahr (790) des Königs Karl, will ich, Dit-
balt, ein gutes Werk verrichten. Es gereiche zum Nutzen des Hl. ~N(azarius), dessen Leib
im Lorscher Kloster ruht, das unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Richbodo steht. Ich
schenke alles, was ich in pago Brisgowe (im Breisgau), im Dorf
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