Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 207
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ster ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt (778—784) vorsteht. Ich schenke alles,

was ich in pago Brisgowe (im Breisgau), in

Zuzinger marca (in der Gemarkung Munzingen nw. Müllheim) und in

Wilare (Nieder- und Ober-Weiler ö. Müllheim?) an Hofreiten und Weingärten besitze,

außerdem noch acht Leibeigene. Die Übergabe ist damit durchgeführt. Geschehen in mona-

sterio \z.m(ishamensi = im Lorscher Kloster) am 31. Januar im 32. Jahr des Königs Karl.

(Statt XXXII. Jahr = 800 richtig etwa XIIII. Jahr = 782.)

URKUNDE 2693 (10. April 819 — Reg. 3148)
Schenkung des Ruthart im Dorf Seefelden unter Abt Adalung und Kaiser Ludwig

Im Namen Gottes bringe ich, Ruthart, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Opfer-
gabe dar. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Vorsteher der ehrwürdige
Abt Adalung ist. Ich schenke eine Hube in pago Brisgowe (im Breisgau), im Dorf

Sevelden (Seefelden n. Müllheim!Br.). Nach meinem Willen soll die Schenkung für alle
Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde.
Vertragsabschluß. Geschehen in monasterio laureshamensi (im Lorscher Kloster) am
10. April im 6. Jahr (819) des Kaisers Ludwig.

URKUNDE 2694 (23. Februar 774 — Reg. 994)
Schenkung des Lantpert im Dorf Rheintal unter Abt Gundeland und König Karl

Im Namen Gottes will ich, Lantpert, mich für das Heil meiner Seele verwenden. Aus
diesem Grunde übergebe ich Güter an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Gundeland betreut wird. Ich schenke
alles, was ich in pago Brisgowe (im Breisgau), und zwar im Dorf

Rinidela (Rheintal sö. Müllheim/Br.) an Hofreiten, Wiesen, Weingärten, Leibeigenen
und Gewässern bisher besessen habe. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen
in monasterio la.unsh(amensi = im Lorscher Kloster) am 23. Februar im 6. Jahr (774)
des Königs Karl.

URKUNDE 2695 (26. November um 780 — Reg. 1866)
Schenkung des Erkenbert im Dorf Kenzingen unter Abt Helmerich und König Karl

Im Namen Gottes will ich, Erkenbert, zu meinem Seelenheil eine gute Tat vollbringen.
Sie gelte dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das
unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Helmerich (778—784) steht. Ich schenke alles,
was ich in pago Brisgowe (im Breisgau), im Dorf

Kenzinga (Kenzingen n. Freiburg) bisher an Hofreiten, Wiesen, Weingärten und Leib-
eigenen besessen habe. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen in monasterio
\z.ur(ishamensi = im Lorscher Kloster) am 26. November im 10. Jahr (777) des Königs
Karl. (Bei der Schreibung des Königsjahres — X — hat der Kopist offenbar mehrere —
wenigstens zwei — Einer übersehen; Helmerichs Vorgänger Gundeland starb am 18. De-
zember 778.)
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