Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Page: 253
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ihren Dienst verrichtet. Die Übergabe soll, wie ich wünsche, für immer erhalten bleiben,
und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier Wille dafür bestimmend war. Als Eigen-
tum für ewige Zeiten übertrage ich im Gau Wingarweiba (Wingartau), in

Hettincheimer marca (in der Gemarkung Hettingen ö. Buchen/Nordbaden) eine Hof-
reite. Das Abkommen ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Lorscher Kloster am
11. Oktober im 33. Regierungsjahr (800) des Königs Karl.

URKUNDE 2875 (7. November 774 — Reg. 1121)
Schenkung des Heinolt unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 7. November im 7. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Heinolt,
mache eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem am Flusse
Wisgoz (Weschnitz) gelegenen Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als
Abt vorsteht. Ich schenke, übergebe und übertrage in der oben genannten

Hettincheimer marca (Gemarkung Hettingen ö. Buchen) sechs Joch Ackerland in der
Absicht, daß dieses vom heutigen Tag an jener Stätte beziehungsweise ihren Handlungs-
bevollmächtigten jederzeit stets wachsenden Nutzen bringe. Urkund dessen nachfolgende
Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 2876 (11. Oktober 800 — Reg. 2705)
Schenkung von Gerhart und seiner Frau Bleonsuint unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen, am 11. Oktober im 33. Regierungsjahr (800) des Königs Karl. Wir,
Gerhart und meine Gemahlin Bleonsuint, errichten eine Stiftung zugunsten des heiligen
Märtyrers ~N(azarius), dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse
Wisgoz (Weschnitz) gelegenen Lorscher Kloster ruht. Unsere Schenkung gelte auch jener
nach Heiligkeit strebenden Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter dem ehrwürdigen
Abt Richbodo dient. Wir übergeben im Gau Wingatheiba (Wingartau), in
Hettincheimer marca (in der Gemarkung Hettingen ö. Buchen), in
Bocheimer marca (in der Gemarkung Buchen), in
Heister marca (in der Gemarkung Hainstadt n. Buchen) und in der
Thurniner marca (in der Gemarkung Walldürn n. Buchen) alles, was wir bisher dort an
Hofreiten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Gewässern besessen haben, auch acht Leibeigene
mit ihrer gesamten Habe. Wir schenken, übergeben und übertragen dies alles unter dem
heutigen Tag und auf ewige Zeiten in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. ~N(azarius). Sie
(die Mönche) sollen von diesem Tag an das Recht haben, dies alles zu behalten, zu ver-
schenken, zu vertauschen oder sonstwie damit nach ihrem Gutdünken zu verfahren. In
allen Belangen sollen sie unbeschränkte Vollmacht haben. Vertraglich abgeschlossen. Ge-
schehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 2877 (2. Juni 775 — Reg. 1181)
Schenkung des Adabalt unter Abt Gundeland und König Karl

In Gottes Namen mache ich, Adabalt, eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(aza-
rius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes
Gundeland steht. Gemäß nachfolgender Fertigung schenke ich im Gau Wingartheiba (Win-
gartau), und zwar in
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