Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 4): Schenkungsurkunden Nr. 2000 - 2910 — Lorsch, 1970

Seite: 258
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Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Gundeland das Amt des Abtes inne-
hat. Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie
ich beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden. Als Eigentum für ewige Zeiten
schenke ich im Gau Wingartheiba (Wingartau), im Dorf

Witigestat (Wittstadt; O.-, U-; sw. Boxberg s. Wertbeim/M.) dreißig Joch Ackerland.
Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit
wie oben.

URKUNDE 2892 (2. November 774 — Reg. 1118)
Schenkung des Isenhart im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 2. November im 7. Regierungsjahr (774) des Königs Karl. Ich,
Isenhart, bringe zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Opfergabe
dar. Der Leib des Heiligen ruht in dem im Oberrheingau gelegenen Lorscher Kloster, dem
der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich schenke im Gau Wingartheiba (Wingart-
au), im Dorf

Witegenstat (Wittstadt; O.-, U-; sw. Boxberg s. Wertbeim/M.) eine Hofreite mit Haus
und zehn Morgen Land. Es erfolgt förmlicher Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher
Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 2893 (9. Mai 772 — Reg. 748)
Schenkung eines Waldes am Gammelsbach durch Stangrat, unter Abt Gundeland

und König Karl

Im Namen Gottes überlasse ich, Stangart, zu meinem Seelenheil dem heiligen Mär-
tyrer N(azarius) Güter. Der Leib des Heiligen ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch,
das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Gundeland steht. Die Übergabe erfolgt
nach meinem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien Stücken. Ich
schenke einen Wald mit seiner Bodenfläche, gelegen im Gau Wingartheiba (Wingartau),
am Flusse Neckere (Neckar), zwischen den Waldgebieten Gaminesbach (des Gammels-
bacbes, rechten Nebenflusses des Neckars unterhalb Eberbach) und Ulvina (des Finken-
baches). Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im Lorscher Kloster am 9. Mai
im 4. Regierungsjahr (772) des Königs Karl.

URKUNDE 2894 (2. Juni 788 — Reg. 2035)

Schenkung des Folcher in der Pülfringer Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbod

In Christi Namen, am 2. Juni im 20. Regierungsjahr (788) des Königs Karl. Wir, Fol-
cher und meine Gattin Lantsuint, wollen eine gute Tat vollbringen. Sie gereiche zum Nutzen
des heiligen Märtyrers N(azarius), dessen Leib in dem im Oberrheingau gelegenen Lor-
scher Kloster ruht. Sie diene auch jener nach Heiligkeit strebenden Mönchsvereinigung,
welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo ihren Dienst verrichtet. Es ist
unser Wille, daß unsere Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und wir bestätigen, daß
sie durchaus freiwillig geboten wurde. Gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft schen-
ken wir im Gau Wingartheiba (Wingartau), in
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