Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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Urkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden. Ich schenke im Gau Wetdereiba (Wet-
ter au), im Dorf

Baldraresheim (Bellersheim; wie Urk. 2949) zwei Morgen Land. Unter dem gegenwär-
tigen Tag schenke, übergebe und übertrage ich diese Liegenschaft aus meiner Hand in das
Eigentumsrecht und unter die Herrschaft des Hl. N(azarius). Vertragsabschluß. Geschehen
im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 2959 (27. März 798 — Reg. 2609)

Schenkung des Guntuig im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3762b—c)

In Christi Namen, am 27. März im 30. Jahr (798) des Königs Karl. Zu meinem Seelen-
heil übergebe ich, Guntuic, Güter an den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, das im Oberrheingau, am Flusse Weschnitz liegt. Die Ubergabe soll
auch für jene geweihte Ordensgemeinschaft der Mönche bestimmt sein, welche ebendort
unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland bei Tag und Nacht dienen. Die Schenkung erfolgt
nach meinem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien Stücken. Ich
übereigne im Gau Wetdereiba (Wetterau), im Dorf

Baldraresheim (Bellersheim; wie Urk. 2949) 53 Joch Ackerland und eine Wiese. In
Sonderheit zum Seelenheil des Garavig schenke ich in der oben genannten Gemarkung, in

Oberenhove (Obbornhofen sö. GießenIL.) eine Hofreite und eine Wiese. Urkund des-
sen untenstehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 2960 (10. Oktober 773 — Reg. 979)

Schenkung des Lanter in der Beienheimer Gemarkung unter König Kari

und Abt Gundeland
(Vgl. Urk. Nr. 3746e)

In Christi Namen, am 10. Oktober im 6. Jahr (773) des Königs Karl. Zu meinem
Seelenheil entbiete ich, Lanther, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Gabe. Sein Leib
ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht.
Es ist mein Wille, daß meine Spende für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige,
daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Als Eigentum für ewige Zeiten schenke ich im
Gau Wetdereiba (Wetterau), in

Bigenheimer marca (in der Gemarkung Beienheim nö. Friedberg n. Frankfurt/M.)
32 Morgen Land. Es folgt förmlicher Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster zur
oben festgesetzten Zeit.

URKUNDE 2961 (12. Juni 773 — Reg. 897)
Schenkung des Willerat in Beienheim unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3744c)
In Christi Namen, am 12. Juni im 5. Jahr (773) des Königs Karl. Zu meinem Seelen-
heil entrichte ich, Willerat, eine Spende an den heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib
im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, das in der Obhut des ehrwürdigen Abtes Gunde-
land steht. Nach meinem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und
ich versichere, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Vom gegenwärtigen Tag an
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