Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 79
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Abtes Helmerich stehenden Lorscher Kloster. Die Zuwendung soll, wie ich wünsche,
immerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier Wille dafür
maßgebend war. Als immerwährendes Eigentum übergebe ich im Gau Logenehe (Lahn-
gau), in

Gunnisheimer marca (in der Gemarkung Göns; wie Urk. 3070) eine Hofreite, vierzig
Joch Ackerland und eine Wiese zu vier Fuder Heu. Geschlossen und gefertigt. Geschehen
im Lorscher Kloster am 10. Februar im 14. Jahr (782) des Königs Karl.

URKUNDE 3078 (3. Juni 794 — Reg. 2471)

Schenkung des Meginh. in Göns unter Abt Richbod und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3718d)

Wir, Meginhart und Otburc, meine Gattin, entrichten in Gottes Namen eine Spende
an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem unter der Obhut des ehrwürdigen
Abtes Richbodo stehenden Lorscher Kloster ruht. Es ist unser Wunsch, daß diese Stiftung
von ewiger Dauer sei, und wir erwähnen ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willens-
antrieb erfolgt. Wir schenken im Gau Logenehe (Lahngau), in

Gunnesheimer marca (in der Gemarkung Göns; wie Urk. 3070) dreißig Morgen Land
und eine Hofreite. Unter dem gegenwärtigen Tag schenken, übergeben und übertragen
wir im Namen Gottes diese Liegenschaften als ewiges Eigentum. Rechtskräftige Fertigung.
Geschehen im Lorscher Kloster am 3. Juni im 26. Jahr (794) des Königs Karl.

URKUNDE 3079 (27. Mai 860 — Reg. 3440)

Schenkung des Albolt im gleichen Dorf unter Abt Eigilbert und König Ludwig

(Vgl. Urk. Nr. 3736b)

Ich, Albolt, mache im Namen Gottes und zu meinem und meines Vaters Wigbodo
Seelenheil eine Schenkung an den heiligen Märtyrer 'N(azarius), dessen Leib in dem vom
ehrwürdigen Abt Eigelbert geleiteten Lorscher Kloster ruht. Die Schenkung soll nach
meinem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie ich beurkunde, ganz freiwillig
vorgenommen worden. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahngau) einen Bifang mit der
Bezeichnung „Mitte", gelegen zwischen den

Gunnesheimer (wie Urk. 3070) und

Wanendorpher (wie Urk. 3041) Gemarkungen. Unter dem gegenwärtigen Tag schenke,
übergebe und übertrage ich diesen Bifang als Besitztum für ewig aus meiner Hand in das
Eigentumsrecht und unter die Herrschaft des Hl. 'N(azarius). Die Ubergabe ist durch-
geführt. Geschehen im Lorscher Kloster am 27. Mai im 20. Jahr (860) des Königs Ludwig
(des Deutschen).

URKUNDE 3080 (7. März 779 — Reg. 1526)
Schenkung der Sigeburg in demselben Dorf unter Abt Helmerich und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3698b)
Im Namen Gottes widme ich, Sigeburc, zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer
N(azarius) eine Spende. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der
ehrwürdige Abt Helmerich ist. Die Ubergabe erfolgt nach meinem Wunsch für immer und,
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