Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 85
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URKUNDE 3096 (11. Juni 780 — Reg. 1579)

Schenkung der Adelsuint in demselben Dorf unter König Karl und Abt Helmerich

(Vgl. Urk. Nr. 3698d)
In Christi Namen, am 11. Juni im 12. Jahr (780) des Königs Karl. Ich, Adelsuint, will
zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Opfergabe darbringen. Der
Leib des Heiligen ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Helmerich
als Abt vorsteht. Die Übergabe erfolgt nach meinem "Wunsch für immer und, wie ich aus-
drücklich betone, aus freien Stücken. Ich schenke alles, was ich im Gau Logenehe (Lahn-
gau), in

Cleheimer marca (wie Urk. 3095) an Hofreiten, Wiesen, "Wäldern, Gewässern, "Wohn-
häusern und Wirtschaftsbauten, an Nutzland und Ödland, an beweglicher und unbeweg-
licher Habe besitze. Alles gebe ich auf ewig zu eigen. Urkund dessen untenstehende Fer-
tigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3097 (11. September 774 — Reg. 1084)

Schenkung des Giselbert in demselben Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3689b)

In Christi Namen, am 11. September im 6. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Gisel-
bert, mache zu meinem Seelenheil eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius),
dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das unter der Leitung des ehrwürdigen Abtes Gun-
d-eland steht. Es ist mein "Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich
bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahn-
gau), in

Cleheimer marca (wie Urk. 3095) zwei Hofreiten, zwei Huben und alles das, was zu
diesen Hofreiten an Bauland und Brachland, an "Wohn- und Wirtschaftsbauten, an beweg-
licher und unbeweglicher Habe gehört, zudem noch zwei Leibeigene. Diese Urkunde wird
hiermit rechtskräftig gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster zur Zeit, wie sie oben be-
stimmt wurde.

URKUNDE 3098 (1. Mai 775 — Reg. 1166)

Schenkung des Geberat in der Kleener Gemarkung unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3691a)

In Christi Namen, am 1. Mai im 7. Jahr (775) des Königs Karl. Ich, Geberat, richte
zu meinem Seelenheil eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius) aus, dessen
Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Gundeland verwalteten Lorscher Kloster ruht. Nach
meinem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere,
daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Ich schenke im Gau Logenehe (Lahngau), in

Cleheimer marca (wie Urk. 3095) zehn Tagewerk Ackerland und einen Knecht. Ur-
kund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3099 (30. November 810 — Reg. 3001)
Schenkung des "Werdolf im nämlichen Dorf unter Abt Adalung und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3727b)
Ich, der Priester "Werdolf, reiche in Gottes Namen und zu meinem Seelenheil dem
heiligen Märtyrer N(azarius) eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster,
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