Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 144
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URKUNDE 3296 (12. Juni 771 — Reg. 645)
Schenkung des Willibert in der Eutinger Gemarkung unter König Karl

und Abt Gundeland

In Christi Namen, am 12. Juni im 3. Jahr (771) des Königs Karl. Ich, Willebert, lasse
dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Schenkung zukommen. Der Leib des Heiligen ruht
im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Gundeland ist. Es ist mein Wille,
daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus frei-
willig geboten wurde. Ich schenke alles, was ich in pago Alemanniae (im Gau Aleman-
niens), in

Hotmundes marca (in der Gemarkung Eutingen nö. Horb?), im Dorf
Dalingen (Teilingen, Wüstung bei Aldingen nw. Spaichingen? — Talheim bei Eutin-
gen?) besitze. Es erfolgt förmlicher Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit
wie oben.

URKUNDE 3297 (13. September 808 — Reg. 2990)

Schenkung der Medana in der Schopflocher Gemarkung unter Abt Adalung

und König Karl

Im Namen Gottes mache ich, Medana, zu meinem Seelenheil eine Schenkung zugunsten
des heiligen Märtyrers N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen leitender
Abt der ehrwürdige Adalung ist. Nach meinem Willen soll die Spende für alle Zeiten in
Kraft bleiben, und ich versichere, daß ich sie vollkommen freiwillig gemacht habe. Ich
übergebe in pago Alemanniae (im Gau Alemanniens), in

Scopflocheimer marca (in der Gemarkung Schopf loch ö. Freudenstadt im Schwarz-
wald) alles, was ich dort habe. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im
Lorscher Kloster am 13. September im 40. Jahr (808) des Königs Karl.

URKUNDE 3298 (20. Dezember 787 — Reg. 1987)
Schenkung des Tilli in der Ehinger Gemarkung und in Eschbach unter König Karl

und Abt Richbod

In Christi Namen, am 20. Dezember im 20. Jahr (787) des Königs Karl. Ich, Tilli,
weise dem heiligen Märtyrer IS(azarius) eine Gabe zu. Der Leib des Heiligen ruht im
Lorscher Kloster, dessen Aufseher der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Ich wünche meiner
Vergabung ewigen Bestand und erkläre, daß sie auf meinem vollkommen freien Willen
beruht. Ich schenke alles, was ich in pago Alemanniae (im Gau Alemanniens), in Albuines-
bar (in der Alwinsbaar, Landschaft um Ehingen), und zwar in

Heingen marca (in der Gemarkung Ehingen a. d. Donau sw. Ulm? — Hayingen s. Mün-
singen i. d. Rauhen Alb sö. Stuttgart), in

Aschibach (Aschinbach; Eschbach, Wüstung am Stoffelberg w. Ehingen) und

Berch(ch)ach (Berkach bei Ehingen) besitze. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im
Lorscher Kloster. Zeit wie oben.
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