Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 145
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URKUNDE 3299 (19. Mai 772 — Reg. 751)

Schenkung des Frumolt in der Gemarkung Vöhringen unter König Karl

und Abt Gundeland

Im Namen Christi, am 19. Mai im 4. Jahr (772) des Königs Karl. Wir, Frumolt und
mein Sohn Franco, überreichen dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Gabe. Der Leib
des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, in dem der ehrwürdige Gundeland die Abtwürde
innehat. Wir bestimmen, daß unsere Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll und
bekräftigen den gänzlich freien Willen, mit dem wir sie gemacht haben. Gestützt auf diese
vertragliche Übereinkunft übergeben wir in pago Alemanniae (im Gau Alemanniens), in

Faringen marca (in der Gemarkung Vöhringen sö. Sulz am Neckar sw. Stuttgart) eine
Hofreite. Geschehen im Lorscher Kloster zur Zeit, wie sie oben genannt ist.

URKUNDE 3300 (21. Juli 805 — Reg. 2930)

Egilolfs Schenkung im Dorf Reistingen unter König Karl und Abt Adalung

In Christi Namen, am 21. Juli im 37. Jahr (805) des Königs Karl. Ich, Eigelolf, will
eine Güterabgabe an den heiligen Märtyrer ~N(azarius) durchführen, dessen Leib in dem
vom ehrwürdigen Abt Adalung betreuten Lorscher Kloster ruht. Die Zuwendung soll, wie
ich wünsche, immerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier
Wille dafür bestimmend war. Ich schenke in pago Alemanniae (im Gau Alemanniens), im
Dorf

Reistedingen (Reistingen; Wüstung bei Herrenberg w. Stuttgart) zwei Flofreiten mit
den darauf stehenden Baulichkeiten, zwei Huben, einen Wald und vier Leibeigene. Das
Abkommen ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit, wie oben
festgestellt.

URKUNDE 3301 (29. Mai 799 — Reg. 2666)
Schenkung des Wingart in der Empfinger Gemarkung unter König Karl

und Abt Richbod

In Christi Namen, am 29. Mai im 31. Jahr (799) des Königs Karl. Ich, Wingart, will
eine Schenkung an den heiligen Märtyrer N(azarius) vornehmen, dessen Leib in dem
unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Lorscher Kloster ruht. Es
ist mein Wunsch, daß meine Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich,
daß sie aus völlig freiem Willensantrieb erfolgt. Gemäß nachfolgender Fertigung schenke
ich in pago Alemanniae (im Gau Alemanniens), in '

Emphinger marca (in der Gemarkung Empfingen s. Horb am Neckar sw. Stuttgart),
im Dorf

Taha (Wüstung bei Empfingen) zwei Hof reiten und drei Huben. Urkund dessen nach-
stehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3302 (19. Mai 788? — Reg. 2876)

Schenkung des Ruodolf in der Feoroder Gemarkung unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen, am 19. Mai im 15. Jahr des Königs Karl. (Statt XV. Jahr = 783
vielleicht richtig: XX. ]. = 788; falls XV. Jahr richtig, wäre Richbod — 784 bis 804 —
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