Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 214
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URKUNDE 3552 (3. September 774? — Reg. 1489)

Schenkung des Gabo in Freckenstadt unter Abt Gundeland und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 1304m)

In Gottes Namen mache ich, Gabo, eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(aza-
rius), dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Gundeland (765—778) betreuten Lor-
scher Kloster ruht. Ich übergebe in pago Ufgowe (im Ufgau), nämlich im Dorf

Vefrisse (Freckenstadt; wie oben) ein Stück Land, welches 84 Ruten in der Länge
mißt, ferner in

Halgenlach (oder Haganlach; Wüstung bei Eggenstein nw. Karlsruhe) einen Wald.
Vertraglich abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster am 3. September im 11. Jahr
des Königs Karl. (Das XI. Jahr — 779 darf wohl in VI. ]. = 774 verbessert werden. —
„Vefrisse" ist, wie sich aus Urkunde 1304m ergibt, verschrieben für „Frecanstate" = Frek-
kenstadt, wie Urk. 3551.)

URKUNDE 3553 (29. September 788 — Reg. 2067)
Schenkung des Woluin in Wanheim unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 1304o)

In Christi Namen, am 29. September im 20. Jahr (788) des Königs Karl. Ich, Wolfuin,
nehme eine Güterübertragung zugunsten des heiligen Märtyrers N(azarius) vor, dessen
Leib in dem in der Obhut des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Lorscher Kloster
ruht. Ich schenke eine Wiese in pago Ufgowe (im Ufgau), im Dorf

Wanesheim (Wüstung bei Linkenheim n. Karlsruhe). Die Schenkung ist damit in
Rechtskraft erwachsen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3554 (4. Juni 814 — Reg. 3070)

Schenkung des Gunthart in Gerlingen im Glemsgau unter Kaiser Ludwig

und Abt Adelung

In Christi Namen, am 4. Juni im 1. Jahr (814) des Kaisers Ludwig (des Frommen).
Wir, Gunthart und meine Gemahlin Adelspirn, übertragen Güterbesitz an den heiligen
Märtyrer ~N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, das vom ehrwürdigen Abt
Adalung geleitet wird. Wir schenken in pago Glemisgowe (im Glemsgau), im Dorf

Gerringa (Gerlingen ö. Leonberg w. Stuttgart) drei Huben, in

Skeckinga (Schöckingen bei Leonberg), einem anderen Dorf, eine Hube und (ins-
gesamt) 26 Leibeigene. Darauf erfolgte feierliches Handgelöbnis. Geschehen im Lorscher
Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3555 (15. April 797 — Reg. 2575)

Schenkung des Gunth(art) in Gerlingen unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen, am 15. April im 29. Jahr (797) des Königs Karl. Wir, Gunthart
und meine Gattin Adelspirn, machen eine Schenkung zugunsten des heiligen Märtyrers
N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt
vorsteht. Wir schenken in pago Glemisgowe (im Glemsgau), im Dorf
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