Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Page: 299
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Birstat (Bürstadt w. Lorsch) an Hof reiten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Wasser-
rechten besessen habe. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster.
Tag und Zeit wie oben.

URKUNDE 37S0 (30. Oktober 770 — Reg. 572)
Tausch des Turinbert in Bürstadt

In Christi Namen ist im gegenseitigen Einverständnis zwischen dem ehrwürdigen
Abt Gundeland vom Sankt ~N(azarws )-Kloster: in Lorsch und einem bestimmten Edelfreien
namens Thurincbert (Siebe Band I, Stammtafel Seite 37) vereinbart worden, daß sie unter
sich einen Gütertausch vornehmen wollten, der dann auch zustande kam. Es gab also der
vorgenannte Turinbert alles das, was er im Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) an Ackerland bisher dort bekanntermaßen besessen hatte.
Dagegen gab der ehrwürdige Abt 32 Morgen Land im Wormsgauer Dorf

Brizenheim (Mainz-Bretzenheim) und drei Unzen Silber. Die Abmachung ist damit
rechtskräftig geworden. Geschehen im Lorscher Kloster am 30. Oktober im 3. Jahr (770)
des Königs Karl.

URKUNDE 3781 (17. Juni 792 — Reg. 2380)

Schenkung des Meginher im Dorf Bürstadt unter Abt Richbodo und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 175)

Im Namen Gottes machen wir, Meginher und meine Gattin Eugenia, eine Schenkung.
Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer ~N(azanus), dessen Leib im Lorscher Kloster
ruht, dem der verehrungswürdige Richbodo als Abt vorsteht. Wir übergeben im Ober-
rheingauer Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) einen Morgen Land und ein Wiesengrundstück. Geschlos-
sen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 17. Juni im 24. Jahr (792) des
Königs Karl.

URKUNDE 3782 (17. Mai 791 — Reg. 2319)

Schenkung des Priesters Willehar in Bürstadt unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 172)

Am 17. Mai im 23. Jahr (791) des Königs Karl mache ich, der Priester Willehar, in
Christi Namen eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lor-
scher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Es ist mein Wille,
daß meine Gabe ewige Dauer beschieden sei. Ich erkläre ausdrücklich, daß sie aus voll-
kommen freiem Willensantrieb meinerseits erfolgt. Ich schenke im Oberrheingauer Dorf

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) vier Leibeigene mit all ihrem Eigentum und außerdem
in dem in pago spirensi (im Speyergau) gelegenen Dorf

Buckingen (Böchingen nw. Landau/Pfalz sw. Mannheim) eine Hof reite. Geschlossen
und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster. Tag und Zeit wie oben.
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