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Mittheilungen des Museen-Verbandes als Manuscript für die Mitglieder — 1927

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https://doi.org/10.11588/diglit.35241#0024
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B Kunstbibliothek

Staatliche Museen 9
zu Berlin FE GO 4

Namen und die Jahrzahl darauf mit den noch erhaltenen Wappen
und der Erstellungszeit des schadhaften Glasgemäldes überein-
stimmen. Dem Wappenkundigen kann sich diese Fälschung nicht
entziehen, ebensowenig wie auf Städte- und Gemeindescheiben.
Schlimmer ist es, wenn mit gut nachgeahmter Schrift fehlende
Namen und Jahrzahlen ergänzt oder ganz neu aufgemalt wurden,
wie sie nach der Meinung des Besitzers oder Restaurators gelautet
haben dürften, oder wie sie ihnen paßten.



Zu Mitt. 561. Abb. 4a: Zürcher Standeswappen Maßwerk-
füllung 1506. Besitzer Schweizer Landesmuseum. Die obere
Hälfte des Löwens links ist neu.

Ähnliche Glasgemälde-Restaurationen wurden aber auch durch
Museumsleitungen vorgenommen, allerdings nicht in der Absicht,
über den alten Bestand zu täuschen. Vielmehr wollte man durch
Ergänzen der Glasbilder das Verständnis für ihre Schönheit den
Besuchern erleichtern, und nebenbei ließ auch der Wunsch, eine
stattliche Sammlung möglichst unverletzt sich darbietender Glas-
malereien zu besitzen, zu Verfahren Zuflucht nehmen, die wir heute
nicht mehr billigen können. So kam es. selbst am Schweizerischen
 
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