B Kunstbibliothek
Staatliche Museen -
zu Berlin SE 45 —_
Neigung ist gänzlich aufgegeben. Die Kleidung ist gänzlich ab-
geändert, der Kragen vor allem viel schmäler, die bauschigen
Oberärmel sind verschwunden. Die am meisten verräterische Va-
riante aber zeigt das Barett. Der Fälscher hat offenbar eine
mäßige Autotypie oder Photographie nach der Zeichnung Dürers
benutzt. So hat er denn nicht erkannt, daß der Zwickel zwischen
Zu Mitt. 567. Abb. 4: Handzeichnung von Dürer
(Lippmann 63) benutzt für das Porträt Abb. 3.
dem flachen Bande, welches die rechte Seitenklappe der Kopf-
bedeckung (vom Beschauer aus) an die Vorderklappe befestigen
soll, und die gebogene Linie, welche den Rand jener letztgenannten
Klappe andeutet, eben die hochgeschlagene Außenfläche der Seiten-
klappe selbst ist. Statt dessen hat er sich dort den bogigen
Strich als Andeutung eines losen Bändchen oder einer Schnur
Staatliche Museen -
zu Berlin SE 45 —_
Neigung ist gänzlich aufgegeben. Die Kleidung ist gänzlich ab-
geändert, der Kragen vor allem viel schmäler, die bauschigen
Oberärmel sind verschwunden. Die am meisten verräterische Va-
riante aber zeigt das Barett. Der Fälscher hat offenbar eine
mäßige Autotypie oder Photographie nach der Zeichnung Dürers
benutzt. So hat er denn nicht erkannt, daß der Zwickel zwischen
Zu Mitt. 567. Abb. 4: Handzeichnung von Dürer
(Lippmann 63) benutzt für das Porträt Abb. 3.
dem flachen Bande, welches die rechte Seitenklappe der Kopf-
bedeckung (vom Beschauer aus) an die Vorderklappe befestigen
soll, und die gebogene Linie, welche den Rand jener letztgenannten
Klappe andeutet, eben die hochgeschlagene Außenfläche der Seiten-
klappe selbst ist. Statt dessen hat er sich dort den bogigen
Strich als Andeutung eines losen Bändchen oder einer Schnur


