Heidelberger Schlossverein [Editor]
Mitteilungen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses — 1.1885-86

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Ist das parol und Trew, so dcr Dauphin hat gcben,

Zu schonen diescr chtatt, nnd auch der Burg darneben?
Alles ist erlogen! Doch sein IDort, sein Trew, sein Bundt
ksalt noch vil besser noch sogar der Türckisch ksundt.

Zhr lieben Teutschen komt, dies Tlend zu beschawen,

Und lchrnet, was da sey auff die Franzosen bawen,

Sie brechen Naur und Thürn und toben immer fort,
Verlohren ist der Mann, der trawet ihrem IDort.

^pieglet und hütet euch, Zhr großen Fürsten alle,

Das keiner mehr uß Tuch in Frankreichs (kslawen falle,
Denn ob Ihr glcich zur Thr und §Iori seit gebohren,
kDurdt Ihr von Ludwig doch uf gleiche kVeiß geschoren,

Rasiert, werbrent, gesprenget und vertriben,

Twer Namc, Gut und Blut, das Leben selbst usgcriben,
5o nimbt denn entlich den Degen in die L)end
And jaget Ihn biß gar an der kvelt ein TndB)

Ursprünglich: „Iaget sohne „Und") biß ans Lnd d(er) U)elt".
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