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Das Zinshaus Neubaugasse 25 in Wien. Portal der Gartenfassade
ARCHITEKT HANS PRUTSCHER IN WIEN
Von A. S. LEVETUS, Wien.
Hans Prutscher gehört zu den vielbeschäftig-
ten Architekten in Wien, denn er hat sich
durch sein absolut zweckmässiges und künstlerisches
Schaffen in verhältnismässig kurzer Zeit ein grosses
Arbeitsfeld zu sichern verstanden. Im Anfänge seiner
Karriere hatte er sich hauptsächlich mit Innenein-
richtungen befasst und damit reiche Anerkennung
gefunden. Später kamen dann auch Aufträge für Hoch-
bauten, die jetzt seine eigentliche Tätigkeit bilden.
V Eine seiner besten Leistungen ist das Zinshaus,
Wien, Neubaugasse 25. Auf dem Platze, auf dem
einst das Gemeindehaus des Bezirkes Neubau stand,
haftet das Servitut, dass in seiner Mitte ein grosser
Garten von 1000 qm belassen werden muss. Hier-
durch war die Aufgabe, eine grosszügige Architek-
tur zu schaffen und inmitten der lärmendsten und
verkehrsreichsten Gegend auch dem Bedürfnisse
nach einigermassen ruhigen und sanitär vollwertigen
Wohnungen gerecht zu werden, gegeben. Dem
ruhigen Charakter der Wohnungen entsprechend,
hat der Architekt durch Balkone und Erker dem
Hause schon von aussen einen angenehmen und
behaglichen Ausdruck verliehen. An der Strassen-
fassade, die an der Hauptverkehrsstrasse, der
Neubaugasse, liegt, fällt die wuchtige Betonung
der Horizontalen zuerst und sofort ins Auge.
Es ist dies aber gerade an dieser Stelle durchaus
notwendig gewesen, da einerseits die Nachbar-
gebäude mit ihrem vielerlei Durcheinander und
andererseits der Strassenlärm gebieterisch eine
ruhige Fläche heischten. Demgegenüber vermitteln
die massiven Eichenfenstersäulen das vertikale
Moment der Konstruktion. V
V Beide Trakte des Gebäudes bieten im Ganzen
einen ungemein erfreulichen Anblick gegenüber
dem vielen Allzuvielen, das jetzt in Wien verbrochen
wird und geben gleichzeitig Zeugnis von dem hohen
Können ihres Architekten. V
Das Zinshaus Neubaugasse 25 in Wien. Portal der Gartenfassade
ARCHITEKT HANS PRUTSCHER IN WIEN
Von A. S. LEVETUS, Wien.
Hans Prutscher gehört zu den vielbeschäftig-
ten Architekten in Wien, denn er hat sich
durch sein absolut zweckmässiges und künstlerisches
Schaffen in verhältnismässig kurzer Zeit ein grosses
Arbeitsfeld zu sichern verstanden. Im Anfänge seiner
Karriere hatte er sich hauptsächlich mit Innenein-
richtungen befasst und damit reiche Anerkennung
gefunden. Später kamen dann auch Aufträge für Hoch-
bauten, die jetzt seine eigentliche Tätigkeit bilden.
V Eine seiner besten Leistungen ist das Zinshaus,
Wien, Neubaugasse 25. Auf dem Platze, auf dem
einst das Gemeindehaus des Bezirkes Neubau stand,
haftet das Servitut, dass in seiner Mitte ein grosser
Garten von 1000 qm belassen werden muss. Hier-
durch war die Aufgabe, eine grosszügige Architek-
tur zu schaffen und inmitten der lärmendsten und
verkehrsreichsten Gegend auch dem Bedürfnisse
nach einigermassen ruhigen und sanitär vollwertigen
Wohnungen gerecht zu werden, gegeben. Dem
ruhigen Charakter der Wohnungen entsprechend,
hat der Architekt durch Balkone und Erker dem
Hause schon von aussen einen angenehmen und
behaglichen Ausdruck verliehen. An der Strassen-
fassade, die an der Hauptverkehrsstrasse, der
Neubaugasse, liegt, fällt die wuchtige Betonung
der Horizontalen zuerst und sofort ins Auge.
Es ist dies aber gerade an dieser Stelle durchaus
notwendig gewesen, da einerseits die Nachbar-
gebäude mit ihrem vielerlei Durcheinander und
andererseits der Strassenlärm gebieterisch eine
ruhige Fläche heischten. Demgegenüber vermitteln
die massiven Eichenfenstersäulen das vertikale
Moment der Konstruktion. V
V Beide Trakte des Gebäudes bieten im Ganzen
einen ungemein erfreulichen Anblick gegenüber
dem vielen Allzuvielen, das jetzt in Wien verbrochen
wird und geben gleichzeitig Zeugnis von dem hohen
Können ihres Architekten. V


