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»DIE EINRICHTUNG DER KLEINWOHNUNG«
Von Architekt Professor H. de Fries,
Düsseldorf. Mit 11 Abbildungen
Der wichtigste Raum ist wohl die
Küche, die häufig in Nordwestdeutsch-
land, im Rheinland und Schlesien als
Wohnküche ausgebildet wird. In der
Regel wird versucht, hierbei dieArbeits-
vorgänge vom Wohnteil irgendwie ab-
zutrennen, je nachdem die Raumform
das gestattet. Die Bilder zeigen Bei-
spiele schmaler und tiefer Wohnküchen
in ihrer Anordnung (S. 569,3) bis zur
geräumigen Funktionstrennung beider
Teile (S. 569,1). Dieses letztere Bei-
spiel dürfte auch sonst überall in
Deutschland Anklang finden. Die ein-
fache und doch bequeme Gemütlich-
keit des Eßtisches der Arbeiterfamilie ist gleichfalls ein wich-
tiger Faktor der Heimbildung (S. 568,2). Der nächstgrößte
Raum der Kleinwohnung ist das Elternschlafzimmer, im Bei-
spiel ausgestattet mit alten, überarbeiteten und neu gestriche-
nen Möbeln, deren Neueinrichtung, mit Ausnahme des Kinder-
bettes und der Hocker, nur M 40.— beansprucht hat (S. 569,5).
Freundliche Kinderschlafzimmer, zum Teil in Dachgeschoß-
räumen, zeigen die S. 268,1 u.4, S. 269,4, unter denen die seit-
lich wegzuklappenden Betten eine bemerkenswerte Möglichkeit
zur Erweiterung des Nutzraumes am Tage darstellen. Sämtliche
Abbildungen entstammen der Ausstellung „Das Heim", ver-
anstaltet von der Gemeinnützigen Aktiengesellschaft für Woh-
nungsbau in Köln. Besonders wertvoll in dieser Ausstellung
ist die genaue Angabe der Lieferanten, des Materials usw.,
vor allem aber der Anschaffungspreis sämtlicher ausgestellter
Stücke, gleichgültig ob Möbel, Scheibengardinen, Beleuchtungs-
körper, Glas, Porzellan usw. S. 267 gibt eine Straßenansicht
jenes Wohnblockes wieder, in dem die Ausstellung sich be-
findet, sowie den großen Innenhof einer benachbarten Sied-
lung in Köln-Kalkerfeld, bei der eine alte Kiesgrube in der
Blockmitte geschickt zu allerhand recht nützlichen Anlagen
umgestaltet wurde.
Oben: Architekten Riphahn & Grod. Großer Innenhofblock in Köln-Kalkerfeld mit Anlagen für Wäschetrocknung, Spielplätzen für
Kinder, Ausruhgelegenheit für ältere Leute in getrennter Anordnung. — Unten: Architekten Pott, Merrill & Leyboldt, Frank. Wohnblock
in der Heidelberger Straße in Köln-Deutz, in dem die Ausstellung eingerichteter Kleinwohnungen stattfand
»DIE EINRICHTUNG DER KLEINWOHNUNG«
Von Architekt Professor H. de Fries,
Düsseldorf. Mit 11 Abbildungen
Der wichtigste Raum ist wohl die
Küche, die häufig in Nordwestdeutsch-
land, im Rheinland und Schlesien als
Wohnküche ausgebildet wird. In der
Regel wird versucht, hierbei dieArbeits-
vorgänge vom Wohnteil irgendwie ab-
zutrennen, je nachdem die Raumform
das gestattet. Die Bilder zeigen Bei-
spiele schmaler und tiefer Wohnküchen
in ihrer Anordnung (S. 569,3) bis zur
geräumigen Funktionstrennung beider
Teile (S. 569,1). Dieses letztere Bei-
spiel dürfte auch sonst überall in
Deutschland Anklang finden. Die ein-
fache und doch bequeme Gemütlich-
keit des Eßtisches der Arbeiterfamilie ist gleichfalls ein wich-
tiger Faktor der Heimbildung (S. 568,2). Der nächstgrößte
Raum der Kleinwohnung ist das Elternschlafzimmer, im Bei-
spiel ausgestattet mit alten, überarbeiteten und neu gestriche-
nen Möbeln, deren Neueinrichtung, mit Ausnahme des Kinder-
bettes und der Hocker, nur M 40.— beansprucht hat (S. 569,5).
Freundliche Kinderschlafzimmer, zum Teil in Dachgeschoß-
räumen, zeigen die S. 268,1 u.4, S. 269,4, unter denen die seit-
lich wegzuklappenden Betten eine bemerkenswerte Möglichkeit
zur Erweiterung des Nutzraumes am Tage darstellen. Sämtliche
Abbildungen entstammen der Ausstellung „Das Heim", ver-
anstaltet von der Gemeinnützigen Aktiengesellschaft für Woh-
nungsbau in Köln. Besonders wertvoll in dieser Ausstellung
ist die genaue Angabe der Lieferanten, des Materials usw.,
vor allem aber der Anschaffungspreis sämtlicher ausgestellter
Stücke, gleichgültig ob Möbel, Scheibengardinen, Beleuchtungs-
körper, Glas, Porzellan usw. S. 267 gibt eine Straßenansicht
jenes Wohnblockes wieder, in dem die Ausstellung sich be-
findet, sowie den großen Innenhof einer benachbarten Sied-
lung in Köln-Kalkerfeld, bei der eine alte Kiesgrube in der
Blockmitte geschickt zu allerhand recht nützlichen Anlagen
umgestaltet wurde.
Oben: Architekten Riphahn & Grod. Großer Innenhofblock in Köln-Kalkerfeld mit Anlagen für Wäschetrocknung, Spielplätzen für
Kinder, Ausruhgelegenheit für ältere Leute in getrennter Anordnung. — Unten: Architekten Pott, Merrill & Leyboldt, Frank. Wohnblock
in der Heidelberger Straße in Köln-Deutz, in dem die Ausstellung eingerichteter Kleinwohnungen stattfand


