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Moderne Bauformen: Monatshefte für Architektur und Raumkunst — 29.1930

DOI issue:
Nr. 12
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Ein evangelisches Gemeindehaus in Düsseldorf
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https://doi.org/10.11588/diglit.75582#0623

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513


EIN EVANGELISCHES GEMEINDEHAUS IN DÜSSELDORF
Architekten Professor Karl Wach und Baurat H. Roßkotten, Düsseldorf



Mit 23 Aufnahmen von Richard Ziegler, Düsseldorf, und 2 Grund-
rissen. Eingeleitet von Dr. Wilhelm-Kästner, Essen
Die allgemeine Entwicklung des modernen Lebens drängt nach
Sammlung und Zusammenschluß der Gemeinde hin. Die Idee der
Gemeinschaft ist daher der stärkste innere Ausdruck der neuen
kirchlichen Bewegung. Seelsorge im weitesten Sinne erfüllt das
Leben der Gemeinde. Auf die Teilnahme am Gottesdienst und
Kirchgang beschränkt sich die Zusammenkunft der Angehörigen
eines Pfarrbezirks nicht mehr allein, sondern die Pflege der kirch-
lichen Gemeinschaft erstreckt sich bis in den Alltag hinein. Die
Vereinigungen der Jungmänner und Jungmädchen, der Bibelkränz-
chen, der Frauenvereine, des Kirchenchores usw. sind die unmittel-
baren Auswirkungen des erneuten Zusammenschlusses. Außere
sichtbare Zeichen dieser neuen kirchlichen Gemeinschaftsbewegung
sind die Gemeindehäuser, die heute allenthalben in engster Ver-
bindung mit der Kirche und dem Pfarrhaus entstehen.
Zwischen einem einfachen Saalbau mit angrenzenden Zweck-
räumen und einem sinnvoll gestalteten Gemeindehaus ist natürlich
ein großer Unterschied. Auch hier kommt es auf die Gestaltung
der Idee — nämlich der Idee der Gemeinschaft — an, wenn der
Bau des Gemeindehauses als Organismus wirken soll. Hier ent-
scheidet der Grad der künstlerischen Fähigkeit des Architekten,
der den reinen Zweckbau einer innerlich bedingten funktionellen
Lösung zuführt.
Das neue evangelische Gemeindehaus der Kreuzkirche in Düssel-
dorf stellt in dieser Hinsicht eine Ideallösung dar. Ja, darüber
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MOD. BAUFORMEN 30. XII, 1
 
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