Molitor, Ludwig
Urkundenbuch zur Geschichte der ehemals pfalzbayerischen Residenzstadt Zweibrücken — Zweibrücken, 1888

Seite: 40
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gen. vnsers Herren, Hertzoug Stephans, vnser jglicher sin
jngesiegel by das sine an diesen briff gehangen hait, yn vnd
sine erben aller vorgeschrib. dinge zu besagen. Datum et
actum ut supra anno nono.

Joannis, Miscella Ilist. Palat. Pag. 91, 92 und 93.

30a- König Ruprechts Theilung de Anno 1410. Theilung
der vier Herren und Gebrüder, König Ruprechts Söhnen,, eds
die Sieben gemacht ha?it.

Wir diese Nachgeschriebene mit Nahmen Raban Bischoff
zu Speyer, Hans von Hirshorn, Johann Ehemmerer, den
man nent von Dahlburg, Hermann von Rodenstein,
Schwatz-Reinhard von Sickingen, Wiprecht von Helm-
stadt und den Knebel, Ritter, bekennen olfenbar an diesem
Brieff, als der Allerdurchlauchtigst Hochgebohrne Fürst und
Herr, Herr Ruprecht, Römischer König, zu allen Zeiten
Mehrer des Reichs, unser lieber gnädiger Herr seliger Ge-
dächtnus in seiner Krankheit vor seinem Dote, als zu seinem
letzten Willen uns sieben befohlen und begehret hat, dass
wir alle Brieff und Gemechte, die vormals von Ihm und seinem
Vatter und Altvätern seligen, und auch eins Theils von seinen
Söhnen begriffen sind, und in dem Gewölb zu Heidelberg
liegen, vor uns sollen nehmen, und darnach eine Ordnung
unter seinen Söhnen machen, als uns dann dünkte, dass gleich-
ste und bequemste sein, und damit auch unser aller Gewissen
beladen hat, nach denen wir Ihme und seiner Herrschafft ge-
wand währen; und als die Hochgebohrne Fürsten und Herrn,
Herrn, Herrn Ludwig Pfaltzgrave bei Rhein, des Heil. Ro-
mischen Reichs Obrister Trucksess und Hertzog in Bayern,
und seine Brüder, Herr Johannes, Herr Stephan und Herr
Otto, auch Pfaltzgraven bey Rhein und Hertzogen in Bayern,
unsere gnädige liebe Herrn, uns auch mit ganzem Fleiss
und Ernst gebetten hant, dass wir nach dess obgenanden
unsers gnädigen Herrn dess Römischen Königs seligen Be-
fehlnüsse und Begehrung ein Ordnung unter ihnen machen,
und sie umb ihre Herrschafft, Land und Leuthe setzen und
entscheiden, als uns dann düncke, das gleichste und bequem-
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