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vor dem nächsten 30. Plüviose, oder dem 9. Februar 1796
alten Styls, zu überliefern. Ich werde Euch auf Euer Ver-
langen alle nothwendige militärische Gewalt zukommen
lassen, damit Ihr alle die zwingen könnt, die sich in Eurer
Gemeinde ihren Antheil zu zahlen weigern sollten; und da
Ihr dieses Mittel in Händen habet, so seyd Ihr, Municipal-
beamten und alle Bürger zusammen, einer für den andern,
mir dagegen für den geringsten Verzug verantwortlich. Es
dient Euch zu Euerer Bemessung, dass für jede 10 Tage,
die Ihr über den 30. Pluviose verstreichen lasst, ein zehnter
Theil der angesetzten Summe als Strafe bezahlt Averden
muss. Jede Einwendung würde darum unnütz sein, weil
meine Instructionen von der Art sind, dass ich auf dieselbe
gar keine Rücksicht nehmen darf. Ich weiss zwar, dass
bereits Euer Land durch die Lasten des Krieges viel ge-
litten hat; ich weiss auch, dass Ihr schon beträchtliche Lie-
ferungen für die Armee habt machen müssen und vor zwei
Jahren starke Revolutionstaxe, sowie kürzlich einen ziemlichen
Theil Euerer gewöhnlichen Abgaben zahlen musstet; aber
ich weiss auch, dass nicht eine einzige Gemeinde in der
Republik ist, die nicht die nämlichen Beweggründe anführen
könnte. Uebrigens ist hier blos die Rede von einem Vor-
schusse, den Ihr der Regierung machen sollt; denn man be-
schäftigt sich bereits mit den Mitteln, wie Euch die Wieder-
herstellung desselben gut zu machen sei. Ich hoffe, dass
diese Betrachtungen in allen Einwohnern des eroberten Landes
den grössten Eifer erregen werden, dieser Massregel gemäss
sich zu betragen, und dass ich nicht nöthig haben werde,
die äusserst strengen Massregeln gegen diejenigen zu er-
greifen, die sich darin nicht fügen werden. Bella.
Orig. i. Reichs-Archiv, ZtveibrücJcer Abtheilung Nr. 908.
127. Schreiben des Pfalzgrafen Maximilian Joseph an
Herrn von Fürstenivärther und die Mitglieder der Regierang
aus Anlass- der Vorfälle in Ziveibrücken beim Selxen von
Freiheitsbäumen — 1. Januar 1798.
Von Gottes Gnaden Maximilian Joseph, Pfalzgraf bei
Rhein, in Bayern, zu Jülich, Cleve und Berg, Herzog, Fürst
vor dem nächsten 30. Plüviose, oder dem 9. Februar 1796
alten Styls, zu überliefern. Ich werde Euch auf Euer Ver-
langen alle nothwendige militärische Gewalt zukommen
lassen, damit Ihr alle die zwingen könnt, die sich in Eurer
Gemeinde ihren Antheil zu zahlen weigern sollten; und da
Ihr dieses Mittel in Händen habet, so seyd Ihr, Municipal-
beamten und alle Bürger zusammen, einer für den andern,
mir dagegen für den geringsten Verzug verantwortlich. Es
dient Euch zu Euerer Bemessung, dass für jede 10 Tage,
die Ihr über den 30. Pluviose verstreichen lasst, ein zehnter
Theil der angesetzten Summe als Strafe bezahlt Averden
muss. Jede Einwendung würde darum unnütz sein, weil
meine Instructionen von der Art sind, dass ich auf dieselbe
gar keine Rücksicht nehmen darf. Ich weiss zwar, dass
bereits Euer Land durch die Lasten des Krieges viel ge-
litten hat; ich weiss auch, dass Ihr schon beträchtliche Lie-
ferungen für die Armee habt machen müssen und vor zwei
Jahren starke Revolutionstaxe, sowie kürzlich einen ziemlichen
Theil Euerer gewöhnlichen Abgaben zahlen musstet; aber
ich weiss auch, dass nicht eine einzige Gemeinde in der
Republik ist, die nicht die nämlichen Beweggründe anführen
könnte. Uebrigens ist hier blos die Rede von einem Vor-
schusse, den Ihr der Regierung machen sollt; denn man be-
schäftigt sich bereits mit den Mitteln, wie Euch die Wieder-
herstellung desselben gut zu machen sei. Ich hoffe, dass
diese Betrachtungen in allen Einwohnern des eroberten Landes
den grössten Eifer erregen werden, dieser Massregel gemäss
sich zu betragen, und dass ich nicht nöthig haben werde,
die äusserst strengen Massregeln gegen diejenigen zu er-
greifen, die sich darin nicht fügen werden. Bella.
Orig. i. Reichs-Archiv, ZtveibrücJcer Abtheilung Nr. 908.
127. Schreiben des Pfalzgrafen Maximilian Joseph an
Herrn von Fürstenivärther und die Mitglieder der Regierang
aus Anlass- der Vorfälle in Ziveibrücken beim Selxen von
Freiheitsbäumen — 1. Januar 1798.
Von Gottes Gnaden Maximilian Joseph, Pfalzgraf bei
Rhein, in Bayern, zu Jülich, Cleve und Berg, Herzog, Fürst



