3 »tt
Herr Zobelmaier und sein Hund.
Herr Zobelmaier kaust sich eines Tages einen Hund, Nero ge-
heißen, und sperrt denselben in sein Zimmer. Als er Abends
heimkommt, nöthigt ihn sein neuer Kamerad, außer Bett zu
schlafen.
Am andern Morgen ist die erste Heldenthat Neros ein Diebstahl
an geräucherten Würsten, die sein Herr theuer bezahlen muß.
Herr Zobelmaier, seit Jahren gewöhnt seine Nachmittage in ein
und demselben Wirthshause zu verleben, muß wegen grober Ver-
letzung fremden Eigenthums durch Nero, seinen Lieblingsort für
immer verlassen.
Das nächste Opfer des ungehobelten Nero ist das Schoß-
hündchen der Fran Präsidentin, der Gemahlin seines
AmtSvorstandeS.
Von da ans gcräth Nero unter eine Vichheerde und bringt harmlose Spaziergänger
dadurch in arge Gefahr.
Ein beherzter Polizeisoldat will sich Neros bemächtigen,
muß aber vor den Zähnen des bösen Thieres das Weite
suchen.
Nero stellt die Kinder eines Maurers, welche ihrem Vater das
Mittagsbrod bringen sollen.
Hierauf richtet er großartige Verheerungen unter den Hühnern
in einer Oekonomie an.
Schließlich zerreißt Nero einem vornehmen Herrn sein neues Bein-
kleid, allein zu gleicher Zeit bemächtigt sich auch seiner und seines
Herrn die Polizei und bringt beide in sichern Gewahrsam.
Herr Zobelmaier aber hat von der ganzen Geschichte tausend Unannehmlichkeiten und
große Geldkosten davon getragen und hat das
Gelübde gethan, nie mehr einen großen
Hund zu halten.
Münchener Bilderbogen.
Herailsgegcbcu und verlegt von K. Brau» und F. Schneider in München.
Druck v»)u C. 9L. Schnrich in M ü nchen.
Herr Zobelmaier und sein Hund.
Herr Zobelmaier kaust sich eines Tages einen Hund, Nero ge-
heißen, und sperrt denselben in sein Zimmer. Als er Abends
heimkommt, nöthigt ihn sein neuer Kamerad, außer Bett zu
schlafen.
Am andern Morgen ist die erste Heldenthat Neros ein Diebstahl
an geräucherten Würsten, die sein Herr theuer bezahlen muß.
Herr Zobelmaier, seit Jahren gewöhnt seine Nachmittage in ein
und demselben Wirthshause zu verleben, muß wegen grober Ver-
letzung fremden Eigenthums durch Nero, seinen Lieblingsort für
immer verlassen.
Das nächste Opfer des ungehobelten Nero ist das Schoß-
hündchen der Fran Präsidentin, der Gemahlin seines
AmtSvorstandeS.
Von da ans gcräth Nero unter eine Vichheerde und bringt harmlose Spaziergänger
dadurch in arge Gefahr.
Ein beherzter Polizeisoldat will sich Neros bemächtigen,
muß aber vor den Zähnen des bösen Thieres das Weite
suchen.
Nero stellt die Kinder eines Maurers, welche ihrem Vater das
Mittagsbrod bringen sollen.
Hierauf richtet er großartige Verheerungen unter den Hühnern
in einer Oekonomie an.
Schließlich zerreißt Nero einem vornehmen Herrn sein neues Bein-
kleid, allein zu gleicher Zeit bemächtigt sich auch seiner und seines
Herrn die Polizei und bringt beide in sichern Gewahrsam.
Herr Zobelmaier aber hat von der ganzen Geschichte tausend Unannehmlichkeiten und
große Geldkosten davon getragen und hat das
Gelübde gethan, nie mehr einen großen
Hund zu halten.
Münchener Bilderbogen.
Herailsgegcbcu und verlegt von K. Brau» und F. Schneider in München.
Druck v»)u C. 9L. Schnrich in M ü nchen.



