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Das Brot

82»


Bor Allem muß dciS Feld bestellen
Der vielgeplagte Bauersmann,
Mit schwerem Pfluge zieht er Furchen,
Daß er die Körner säen kann.

Ihr Kinder! wenn Ihr Brot genießet,
Bedenket wohl zn jeder Frist,
Wie Niel es Fleiß nnd Schweiß gekostet,
Bis so ein Wecklein fertig ist.



Doch endlich reift der gold'ne Weizen,
Belohnend reichlich seinen Fleiß,
Nun aber fordert noch die Ernte

Hat er gesät, aus" Gott vertrauend,
Wird ihm der Himmel gnädig sein?

Gar viele Müh' und säuer n Schweiß.

Viel Sorgen machen alle Tage




Der Teig, wenn er geformt gehörig,
Kommt in den heißen Ofen dann,
Dort wird er mit Geschick gebacken,
Damit man ihn genießen kann.

Und treibt das Wasser auch die Räder,
Zu schaffen giebt es spät und früh'.

Nun muß das Mehl zum Bäcker wandern,
Da wird's mit Hefe eingeweicht,
Und dann zu einem Teig geknetet —
Auch diese Arbeit ist nicht leicht!

Und find die Garben ausgedroscheu,
Die Körner auf den Markt gebracht,
Kommt das Getreide auf die Mühle —
Da klippt und klappt cs Tag nnd Nacht.

D'rnm Kinder! wenn Ihr Brot genießet,
Denkt all' der Arbeit, Blüh' nnd Not,
Dankt allzeit Gott nnd sprecht von Herzen:
„Herr, gieb uns unser täglich' Brot!"

Münchener Bilderbogen.

Nio. 82V.
Kgl. Hof- nnd Universitäts-Bnchdrnckerei von I>r. C. Wolf L Sohn in München.

Herausgegeben und verlegt von Braun L Schneider in München.
 
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