Die Köchin denkt mit schlauem Simm
„Der Speck ist in der Falle d'rin';
Das Mäuslein guckt; — und gleich darauf
Eilt's wieder fort in schnellem Lauf.
Das naschhafte Mäuslein.
821
Gar bald wird seinen süßen Duft
Das Mäuslciu wittern in der Luft!"
Kaum daß die Falle aufgethan,
Da kommt fchon eiue Maus heran.
Alsbald erscheinen ihrer mehr,
Der Duft des Speckes freut sie sehr.
Noch bleiben sie hcranßen steh'n
Und keine wagt, hinein zu geh'n.
lstets lockender wird der Geruch, Durch die verschiedenen Eiscnstangcn
Doch ist vergeblich der Versuch Zum Speck von außen zu gelangen.
„Probier's einmal," so flüstern sie, Das faßt sich Mut und krieche nmem
Und ein gar naschhaft kleines Vieh „Der Speck muß gar zu köstlich sein!"
Kaum daß das Mäuslein drinnen war,
Da jubelt laut der Mäuse Schaar.
Ob auch des Mäusleins Mutter spricht:
„Ich bitt' dich, Mäuslein, thu' das nicht;
Sei nicht so naschhaft und so keck,
Dir bringt den Tod der süße Speck!" —
Umsonst! Es nascht am ispeck die Maus —
Da — klapps! — sie kann nicht mehr heraus!
Die andern liefen all' davon.
Nun hat sie ihres Naschens Lohn.
Die Köchin, wie den Fang sie schaut,
Die lachet vor Vergnügen laut.
Münchener Bilderbogen.
3. Auflage.
(Alle Rechte Vorbehalten.)
Wie man den Mäusen Fallen stellt,
Ihr Kinder! so thut's euch die Welt,
D'rum wollet ja nicht naschhaft sein,
Sonst, wie dies Mäuslein, geht ihr ein!
Xr«. 821. e - r .
__ Herausgegeben und verlegt von Braun L Schneider inMünchen.
Kgl. Hof- und Universitäts-Buchdrucksrei von Dr. C. Wolf L Sohn in München.
„Der Speck ist in der Falle d'rin';
Das Mäuslein guckt; — und gleich darauf
Eilt's wieder fort in schnellem Lauf.
Das naschhafte Mäuslein.
821
Gar bald wird seinen süßen Duft
Das Mäuslciu wittern in der Luft!"
Kaum daß die Falle aufgethan,
Da kommt fchon eiue Maus heran.
Alsbald erscheinen ihrer mehr,
Der Duft des Speckes freut sie sehr.
Noch bleiben sie hcranßen steh'n
Und keine wagt, hinein zu geh'n.
lstets lockender wird der Geruch, Durch die verschiedenen Eiscnstangcn
Doch ist vergeblich der Versuch Zum Speck von außen zu gelangen.
„Probier's einmal," so flüstern sie, Das faßt sich Mut und krieche nmem
Und ein gar naschhaft kleines Vieh „Der Speck muß gar zu köstlich sein!"
Kaum daß das Mäuslein drinnen war,
Da jubelt laut der Mäuse Schaar.
Ob auch des Mäusleins Mutter spricht:
„Ich bitt' dich, Mäuslein, thu' das nicht;
Sei nicht so naschhaft und so keck,
Dir bringt den Tod der süße Speck!" —
Umsonst! Es nascht am ispeck die Maus —
Da — klapps! — sie kann nicht mehr heraus!
Die andern liefen all' davon.
Nun hat sie ihres Naschens Lohn.
Die Köchin, wie den Fang sie schaut,
Die lachet vor Vergnügen laut.
Münchener Bilderbogen.
3. Auflage.
(Alle Rechte Vorbehalten.)
Wie man den Mäusen Fallen stellt,
Ihr Kinder! so thut's euch die Welt,
D'rum wollet ja nicht naschhaft sein,
Sonst, wie dies Mäuslein, geht ihr ein!
Xr«. 821. e - r .
__ Herausgegeben und verlegt von Braun L Schneider inMünchen.
Kgl. Hof- und Universitäts-Buchdrucksrei von Dr. C. Wolf L Sohn in München.



