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827

Das bitterböse Schwein.


Die Bäuerin bringt seinen Trank
Dem Schwein, jedoch das Schwein ist krank.

Weil's sonst dem Schwein hat wohlgethan,
D'rnm schütten sie's mit Wasser an.



Mit Sorgen sieht die gute Fran,
Nicht fressen mag wie sonst die San.

Jedoch die Krankheit wächst noch mehr.
Jetzt endlich muß der Doktor her.



Sie ruft den Gatten: „Komm' und sich',
Was hat denn nur das arme Vieh ? !"


Der Doktor, an Erfahrung reich,
Verordnet ein paar Pillen gleich.

Doch will die Pillen einzunehmen, Wie freundlich Haus, der Bauersmann,
Das böse Schwein sich nicht bequemen, Ihm bietet auch dieselben au.



Umsonst hält Haus den Löffel hi'n,
Das Schwein nimmt keine Medizin

Und dreht zuletzt sich — o wie dumm!
Unwillig sehr und grunzend um.


Der Doktor stürzt — das ist nicht übel
Kopfüber in den Wasserkübel,
Indessen Hans im Trog versinkt,
Und in dem Schweinstrauk schier ertrinkt.
Eh' wieder kommt der Hans zn Sinnen,
Da eilt iwr Doktor rasch von hinnen
Und läßt mit ihrem kranken Schwein
Den Hans und seine Fran allein.


Und siehe! schon am andern Tag
Das Schwein im Stall verendet lag.
Hütt' es die Pillen eingenommen,
So wär' es wohl davvugekommen. —

Ihr Kinder, denkt ans böse Schwein,
Nehmt, wenn Ihr krank seid, willig ein,
Was Euch der Doktor ordiniert,
Daun seid Ihr wieder bald kuriert.

Münchener Bilderbogen.
3. Auflage.
fAlle Rechte Vorbehalten.)

^><>. 827.

Kgl. Hof- und llnivcrsilälS-Pnchdinckcrci von vr. C. Wolf LSvhn in München.

Herausgegeben und verlegt von Braun L Schneider in München.,
 
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