Die neue Stadt: internationale Monatsschrift für architektonische Planung und städtische Kultur — 6.1932-1933

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Künstlern einen, wenn auch noch so geringen, Dienst zu leisten. Das aber ist
der einzige Sinn, den das Sprechen über Kunst (die gesamte Kunstwissen-
schaft — auf welchem Umweg auch immer — einbegriffen) heute überhaupt
haben kann.

Es gilt also über die geistige Situation der unmittelbaren Gegenwart zu spre-
chen, wie sie als Folge der neuzeitlichen technischen Revolution der Mensch-
heit entstanden ist — und über den neuen Standort (bezw. die Möglichkeit
oder Unmöglichkeit eines neuen Standorts) der Künste in ihr.
Denn nichts weniger als die Existenzberechtigung der Kunst überhaupt im Zeit-
alter der Technik ist unter Berufung eben auf die Existenz der Technik wieder-
holt und von sehr einflußreicher Seite her in Frage gestellt worden. Von anderer
Seite her aber wird zum mindesten der neuen Kunst, die ihr Zeitgesetz erkannt
hat (der falscher- und irreführenderweise „abstrakt" genannten Kunst) das
Existenzrecht abgesprochen, mit der kurzstirnigen Behauptung, sie sei nichts
als Abklatsch oder Projektion auf die Fläche, von Vorbildern der Technik.....

Hans Mühlestein.

Am 14. April brachte das Stadttheater Basel die Urauf-
führung von Hans Mühlesteins Drama ,,Menschen ohne
Gott" heraus.

Frankreich

Andre Masson, Das Rendez-vous.

Deutschland

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Hans Reichel, Fisch und Schnecke. 1927.

Schweiz

16

Otto Meyer-Amden, Bildnis eines jungen Mannes
Farbstiftzeichnung.

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