Die neue Stadt: internationale Monatsschrift für architektonische Planung und städtische Kultur — 6.1932-1933

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Okt. 1931 G r o p i u s spricht im Bauverein exklusiv.
Hochhaus statt Gartenlaube.
„Ratio"-nalisierung — Lebensbereicherung.

„Städtebauwissenschaftlicher Generalleistungsplan als Teil eines
zukünftigen europäischen Wirtschaftsplanes" . . . „Beseitigung der
privaten Grenzen".

1931 Presse. Dir. Dahlberg: „Erbauer der Stockholmer Klein-
häuser" . . . „nimmt indessen des Herrn Prof. Gropius streng verwer-
fendes Urteil nicht allzu schwer" und postuliert: „Das Kleinhaus ist
Heim, nicht Maschine".

t...r — Btg

Amerika

Das New Yorker Technische Museum
stellt die Typen neuer Architektur aus!

The New York Museums for Science and Industry besitzt eine ständige
Wohnbauserie „Vom Pfahldorf bis morgen" in originalgroßen Nachbil-
dungen aller wichtigen Typen. Als neuestes Stück ist jetzt eine Stahl-Nach-
bildung des bekannten, in Europa viel publizierten Arzthauses in
Los Angeles von Richard J. Neutra aufgestellt worden, was
zu langen Diskussionen in der Presse Anlaß gegeben hat.
Wann werden endlich unsere Kunstgewerbemuseen einsehen, daß
auch die Gegenwart ein Teil der Historie ist, und daß es von Mutlosigkeit
und Armut zeugt, wenn diese Gegenwart bei allen musealen Darbietungen
dauernd ferngehalten wird oder bestenfalls als unliebsame Zugabe er-
scheint? Gtr.

Spanien

Tagung für neues Bauen

In Barcelona tagten soeben auf Einladung des katalanischen Staates die
Delegierten der Länder der „Internationalen Kongresse für neues Bauen",
um die für Ende des Jahres geplante Kongreßtagung in Moskau mit dem

Arbeit der Städte

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Genaue in Stahl konstruierte Kopie des Gesundheitsbaues in Los Angeles,

angefertigt für das Technische Museum in New York.
Architekt Richard 1. Neutra.

Thema „Die funktionelle Stadt" vorzubereiten. Oeffentliche Vorträge des
Präsidenten van Eesteren-Amsterdam, Bourgeois-Brüssel, Le Corbusier-
Paris, Giedion-Zürich und Gropius-Berlin, teilweise im Beisein des Präsi-
denten von Katalanien Macia und des Alkalden von Barcelona, machten
die gesamte katalanische Oeffentlichkeit, insbesondere die maßgeblichen
Behörden mit den Problemen der modernen internationalen Architekten-
schaft bekannt. Die vorbildliche Organisation des Kongresses durch die
aktive katalanische Gruppe moderner Architekten unter Führung von
Eluis Sert ermöglichte einen besonders lebhaften Gedankenaustausch
zwischen den Delegierten der Länder. Dem Kongreß gehören nunmehr
Gruppen fast sämtlicher europäischer Staaten, sowie von U. S. A., Indo-
china und Japan an.

Frankfurt am Main

Das Goethe-Iahr

Die Feierlichkeiten begannen am 22. März mit einer Gedenkfeier im Kaiser-
saal des Römers, bei welcher Albert Schweitzer (Lambarene) die
Ansprache hielt.

Es sind weiterhin vorgesehen:
■• Tagungen

12.—14. Mai, Tagung der Sektion für Literatur und Kunst in der Internatio-
nalen Kommission für geistige Zusammenarbeit im Völkerbund (Sitz Paris).
Verbunden mit einer „Weltakademie", (ähnlich der Veranstaltung der
Stadt Weimar in der Gedächtniswoche 20.—28. März).
50.—51. Mai, Tagung der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaften.

3-—5. Juni, Tagung des Wissenschaftlichen Institus der Elsaß-Lothringer im
Reich.

Anfang Juni, Tagung der rheinischen Dichter.

11-—14. Juli, Internationale Konferenz für soziale Arbeit.

23.—27. Juli, Bundesfest des Deutschen Sängerbundes.

4.—6. August, Tagung der Deutschen Akademie.

28. August, Verleihung des Goethe-Preises der Stadt Frankfurt.

II. Aufführungen

Neu-Inszenierungen von Goethes Werken im Schauspielhaus.
Mitte Mai bis September, Freilichtaufführungen von „Ur-Goetz" und
„Egmont" auf dem Römerberg, jeweils Mittwochs und Samstags.
Für die Städtischen Bühnen bedeutet der Abschluß des Goethejahres zu-
gleich die Feier des 150. Jubiläums des Frankfurter Stadttheaters, bei wel-
cher Gelegenheit Anfangs September im Schauspielhaus ein modernes
repräsentatives Werk aufgeführt werden soll.

III. Ausstelllungen

Im Goethe-Museum: Goethe und sein Kreis.

Im Städel: Frankfurter Maler der Goethe-Zeit.

Im Historischen Museum: Klassizismus und Empire.

Im Kunstgewerbemuseum: Goethe und das Buch.

Im Kunstverein: Hundert Jahre Frankfurter Kunst.

Ausstellung der Literarischen Gesellschaft: Goethe und die Kritik.

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