Die neue Stadt: internationale Monatsschrift für architektonische Planung und städtische Kultur — 6.1932-1933

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Links: V e r filmte Pose
Rechts: Star und Apparatur-
Technik und .... Kunst
The elements of two day's Film production:
Pose and mechanics
Les elements de la production
cinematographique courante . . .

Foto Paramount

FILMSITUATION 1933 von paul seligmann

Die nachfolgende Untersuchung gilt der Entwicklung des Films als geisti-
gem Ausdruck. Eine Behandlung des Films als Lehr- und Studienmittel, des
wissenschaftlichen Films bleibt für später vorbehalten.

industrie und film«

Die durchschnittliche Länge eines Spielfilms beträgt 2500 Meter. Aufgenommen
wird das Vierfache. Ein Meter Rohfilm kostet fünfundfünfzig Pfennige, ein-
schließlich Entwickeln und Kopieren zweiundneunzig Pfennige. Dann ist er
aber erst stumm. Das Material für den Meter Tonfilm stellt sich einschließlich
Entwickeln und Kopieren auf rund 1.40 Mark. Die durchschnittliche Drehdauer
eines Films nehmen wir mit 20 Tagen an. Hierfür müssen täglich 800 Mark
Ateliermiete und 1665 Mark Lizenzgebühr für die Benutzung der Tonapparatur
an die Tobis-Gesellschaft gezahlt werden. Diese fordert außerdem pro Meter
Film eine Lizenz von vier Mark und siebenunddreißig ein halb Pfennigen. Die
Belastung eines Films allein durch die Lizenzen für den Ton belaufen sich auf
mindestens 50 000 Mark. Die durchschnittlichen Herstellungskosten mit Bauten,
Beleuchtung, Regie und Stargagen gehen in die Hunderttausende.

• Die Zahlen verdanken wir dem „Film-Kurier".

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