Schwäbisch Gmünd [Editor]; Nitsch, Alfons [Oth.]
Urkunden und Akten der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd 777 bis 1500 (Band 2): 1451 bis 1500 — Schwäbisch Gmünd, 1967

Page: 174
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II. Akten

I. Städtebund
A 112 Die Stadt Rottweil richtet im Einvernehmen mit den kürzlich in Ba-
den versammelt gewesenen eidgenössischen Boten, unter denen sich
auch der Bm. von Zürich, Rudolf von Cham, befand, an die Stadt
Zürich die Bitte, in ihrem Streite mit Augsburg, Ulm, Reutlingen,
Hall, Gmünd, Nördlingen, Kempten, Kaufbeuren, Giengen, Aalen und
Bopfingen die Vermittlung zu übernehmen (Juni 11). 1464
Reg.: UB Rottweil Nr. 1306.
A 113 Die Stadt Zürich teilt der Stadt Rottweil mit, daß sie aus besonderer
Freundschaft bereit ist, diese Vermittlung zu übernehmen (Juni 13).
Reg.: UB Rottweil Nr. 1307. 1464
A 114 Bericht der Gmünder Ratsbotschaft auf dem Tage zu Biberach über
die Angelegenheit des Juden Salomon in G. und die Klage des Abtes
von Neresheim wegen eines Diebstahles in Mögglingen (o. T.). 1471
Kop. Pap. B 177 Bü. 35 im IlStASt.
A 115 Gmünd schreibt an Ulm: Man solle immer wieder versuchen, Augs-
burg, Reutlingen, Dinkelsbühl und Nördlingen zum Eintritt in die
Einung zu bewegen, dann würden andere Städte von selbst kommen
(Juni 19). " 1481
Or. Pap. WR 5777 im HStASt.
A 116 Bericht über den Reichstag zu Speier und über die Beratung der
Reichsstädte wegen der hohen Forderungen des Kaisers (Dez. 11/15).
Kop.Pap. B 177 Bü. 35 im HStASt. " 1486
A 117 Antwort des Kaisers auf die Botschaft der Städte auf dem Reichstag
zu Nürnberg: a) Der Landfriedensbund möge bald zustande kommen,
b) es sollen geeignete Personen für das Kammergericht benannt wer-
den, c) über die gegenseitige Hilfe, d) über die Verwendung der ein-
gegangenen Steuergelder, e) über Streitigkeiten mit dem Papst wegen
der Ernennung eines ungeeigneten Bischofs in Passau (April 6). 1487
Kop. Pap. B 177 Bü. 37 im HStASt.
II. Schwäbischer Bund
Ztzr Aufrechterhaltung des Landfriedens wurde 1488 auf Drängen Kaiser
Friedrichs 111. der Schwäbische Bund gegründet. Die Fürsten, die Prälaten
samt den Rittern und die Städte wählten je 1 Hauptmann und 9 Räte, die
zusammen den Bundesrat bildeten. Der Schwäbische Bund war besonders
tätig 1499 im Schwabenkrieg gegen die Eidgenossen, 1519 bei der Vertreibung

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