Vorwort
Angeregt durch anderwärts zu beobachtendes Bemühen um Geschichtsschreibung und
Geschichtsbewußtsein in früheren Jahrhunderten, hat die Arbeitsgemeinschaft für geschichtli-
che Landeskunde am Oberrhein die im Oktober 1985 zur Feier ihres 25jährigen Bestehens in
Karlsruhe veranstaltete Tagung der Historiographie am Oberrhein an der Wende vom Mit-
telalter zur Neuzeit gewidmet. Bei seinen Planungen war der Vorstand davon ausgegangen,
diese Thematik lasse sich regional ähnlich eingrenzen, wie man es von anderen historischen
Fragestellungen gewohnt ist, und am Ende des Kongresses stand die Erkenntnis, daß Ge-
schichtsschreibung selbst dort, wo sie einen lokalen oder regionalen Bezug hat, die Grenzen
sprengt, daß sie stets von überregionalen Anregungen und Vorbildern lebt und auch selbst
wieder auf mannigfache Art überregional fortwirkt1.
So legen wir mit dem siebten Band der Oberrheinischen Studien eine Aufsatzsammlung
vor, die zwar vom Oberrhein ausgeht und die Oberrheinlande in den Mittelpunkt des Inter-
esses stellt, die aber schließlich ganz Südwestdeutschland, ja gelegentlich ganz Süd-
deutschland und sogar den Niederrhein in die Betrachtung miteinbezieht. Daß dabei auch
manches Desiderat der künftigen historiographischen Forschung in unserem Raum erkenn-
bar wird, mag weniger als Mangel denn als Anregung und Ermunterung verstanden werden.
Den Kern dieses Bandes bilden die anläßlich derjubiläumstagung gehaltenen Vorträge, die
für den Druck mehr oder weniger stark überarbeitet und mit Anmerkungen versehen worden
sind; daß wir auf keinen von ihnen haben verzichten müssen, ist mit besonderer Freude zu
vermerken. Hinzu kommen die Beiträge von Felix Heinzer und von Jürgen Voss, die in an-
derem Zusammenhang bei der Arbeitsgemeinschaft vorgetragen worden sind2 und großen
Anklang gefunden haben, sowie die eigens für die Publikation an dieser Stelle verfaßten Auf-
sätze von Klaus Graf, Michael Klein und Birgit Studt. Allen Autoren gilt unser Dank für die
Mühen, die sie auf sich genommen haben, um das Gelingen des Werkes zu ermöglichen, und
ein besonderer Dank gilt jenen, die ihre Manuskripte frühzeitig abgeliefert und seither mit
großer, ja übergroßer Geduld und ohne Klagen gewartet haben — die ersten druckfertigen
Beiträge haben bereits im Dezember 1985 vorgelegen, der letzte erst im Sommer 1987. Gele-
gentliche^ Inkonsequenzen der Redaktion mögen mit dieser verzögerten, über beinahe zwei
Jahre sich hinziehenden Drucklegung entschuldigt werden.
1 H. Schwarzmaier in der Schlußdiskussion am 27. Oktober 1985, vgl. 251. Protokoll (der Arbeitsge-
meinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e.V., Karlsruhe) über die Jubiläumstagung
vom 24.-27.10.1985 (hektographiert), S. 62f.
2 Vorträge Nr. 253 (13. Dezember 1985) und 267 (6. März 1987).
Angeregt durch anderwärts zu beobachtendes Bemühen um Geschichtsschreibung und
Geschichtsbewußtsein in früheren Jahrhunderten, hat die Arbeitsgemeinschaft für geschichtli-
che Landeskunde am Oberrhein die im Oktober 1985 zur Feier ihres 25jährigen Bestehens in
Karlsruhe veranstaltete Tagung der Historiographie am Oberrhein an der Wende vom Mit-
telalter zur Neuzeit gewidmet. Bei seinen Planungen war der Vorstand davon ausgegangen,
diese Thematik lasse sich regional ähnlich eingrenzen, wie man es von anderen historischen
Fragestellungen gewohnt ist, und am Ende des Kongresses stand die Erkenntnis, daß Ge-
schichtsschreibung selbst dort, wo sie einen lokalen oder regionalen Bezug hat, die Grenzen
sprengt, daß sie stets von überregionalen Anregungen und Vorbildern lebt und auch selbst
wieder auf mannigfache Art überregional fortwirkt1.
So legen wir mit dem siebten Band der Oberrheinischen Studien eine Aufsatzsammlung
vor, die zwar vom Oberrhein ausgeht und die Oberrheinlande in den Mittelpunkt des Inter-
esses stellt, die aber schließlich ganz Südwestdeutschland, ja gelegentlich ganz Süd-
deutschland und sogar den Niederrhein in die Betrachtung miteinbezieht. Daß dabei auch
manches Desiderat der künftigen historiographischen Forschung in unserem Raum erkenn-
bar wird, mag weniger als Mangel denn als Anregung und Ermunterung verstanden werden.
Den Kern dieses Bandes bilden die anläßlich derjubiläumstagung gehaltenen Vorträge, die
für den Druck mehr oder weniger stark überarbeitet und mit Anmerkungen versehen worden
sind; daß wir auf keinen von ihnen haben verzichten müssen, ist mit besonderer Freude zu
vermerken. Hinzu kommen die Beiträge von Felix Heinzer und von Jürgen Voss, die in an-
derem Zusammenhang bei der Arbeitsgemeinschaft vorgetragen worden sind2 und großen
Anklang gefunden haben, sowie die eigens für die Publikation an dieser Stelle verfaßten Auf-
sätze von Klaus Graf, Michael Klein und Birgit Studt. Allen Autoren gilt unser Dank für die
Mühen, die sie auf sich genommen haben, um das Gelingen des Werkes zu ermöglichen, und
ein besonderer Dank gilt jenen, die ihre Manuskripte frühzeitig abgeliefert und seither mit
großer, ja übergroßer Geduld und ohne Klagen gewartet haben — die ersten druckfertigen
Beiträge haben bereits im Dezember 1985 vorgelegen, der letzte erst im Sommer 1987. Gele-
gentliche^ Inkonsequenzen der Redaktion mögen mit dieser verzögerten, über beinahe zwei
Jahre sich hinziehenden Drucklegung entschuldigt werden.
1 H. Schwarzmaier in der Schlußdiskussion am 27. Oktober 1985, vgl. 251. Protokoll (der Arbeitsge-
meinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e.V., Karlsruhe) über die Jubiläumstagung
vom 24.-27.10.1985 (hektographiert), S. 62f.
2 Vorträge Nr. 253 (13. Dezember 1985) und 267 (6. März 1987).


