Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien — 1.1898

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Die Zeitrechnung des Fundgebietes ist meines Wissens noch nicht fest-
gestellt; da aber Tavium wahrscheinlich nach dem Datum der Besitzergreifung
Galatiens durch die Römer (25 v. Chr.) rechnete (Kubitschek in Pauly-Wissowas
Realencyklopädie I 646), so dürfte dieselbe Ära auch für unsere Inschrift anzu-
setzen sein, so dass ovo dem Jahre 229 nach Chr. Geb. entspricht. Ins dritte
Jahrhundert würde man nach Inhalt und Form diese Grabschrift auch ohne
Jahresangabe versetzen.

Die Lesung wird verschieden ausfallen je nach dem Grade von Ungenauigkeit,
den man bei der Copie vorauszusetzen geneigt ist. Da in BI CO CANI sicher ein T,
das vermuthlich mit N ligiert war, übersehen ist, so darf man eine übersehene
Ligatur mit T unbedenklich auch in Z. 3 und 4 annehmen. Die Schreibungen
ä|is|.i-o)g und XuxoßcSvrcöVj cexaos; (statt oexäoag) und e/ovtsc (statt eyovv.) möchte ich
dagegen nicht dem Copisten zur Last legen. Zweifellos waren Verse beabsichtigt,
deren einziges halbwegs gelungenes Beispiel der Hexameter o-i^af/ ccvSp: xXuxqi
oorfi-Q [i'MaoMii afj.£jrco)5 ist; nur so lassen sich die ionische Form crocpwj, Ausdrücke
wie -/Xutw. Ssxaoe;. Auxoudvttov. eöO-Tjvfac, endlich die poetische Wendung ygusol v.zl
äpv'jpcj [toXX]öv(?) v/ov-x s'jfl'TjVi'a owypooüvr^ auveöv[(p], falls meine Auffassung
der Stelle das Richtige trifft, erklären.

Gar keine Schwierigkeiten bietet die 0-102'" hohe, 0-93"' breite, o-i7m dicke
Platte mit einer Doppelinschrift, aus deren Wortlaut nicht ersichtlich ist, ob sie
einem Grabmal oder Ehrendenkmal angehörte, was Beides möglich sein könnte
und nur am Original zu entscheiden wäre:
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