Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien — 5.1902

Page: 152
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plastica I 2; Overbeck, Griech. Kunstmythologie II 336), das Exemplar daher nicht
aus der gleichen Form gewonnen. Der Knabe sitzt nicht auf dem Boden, sondern
einer felsigen Erhöhung; der Blitz ist ungeflügelt und links, nicht rechts, vom
Knaben angebracht; über seinem Kopfe ist in den nassen Thon eingeritzt
Z€YC, eine Beischrift, die den Veröffentlichung'en fehlt; auch differiert die
Zeichnung der Palmetten.

Fig -- 39> vom Hydrakampfe des Plerakles, ist dick in der Platte o'02 2 m, mit
Relieferhebung 0^045 m, und misst diagonal von Ecke zu Ecke o‘2i m und o -22 m.
Auch dieses Stück ist aus einer anderen Form als das entsprechende Campanasche
Relief I 23 und, wenn dessen lithographische Wiedergabe nicht täuscht, in Fein-
heit der Zeichnung und Modellierung weit überlegen. Die Schuppen der Hydra
laufen abwärts, aus dem Köcher sehen drei Pfeilspitzen hervor. Von einer älteren,
größeren Darstellung desselben Gegenstandes, die auch eine P'igur des Iolaos
enthielt, stammen, noch unerkannt, zwei Bruchstücke eines Thonreliefs im Museum
von Taormina: Kekule, Terracotten von Sicilien 39 Fig. 80, 81.

O. B.

Thonrelief der kaiserlichen Sammlung in Wien.
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