Österreichisches Archäologisches Institut [Editor]
Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes in Wien — 5.1902

Page: 5-6
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Möglichkeit einer Identificierung des hier genannten
Q. Aebutius Liberalis mit Senecas gleichnamigem
Freunde hingewiesen wird; und in CIL XI 1741 (aus
Yolterra) scheint die Grabinschrift des A. Resius
Maximus erhalten zu sein.

[iussu M. Duceni Gem\ini \leg{ati) j p]er A{ulum)
Resiu[m Maximum {centurionem) | le]g{ionis) XI
prin{cipem) pos[terio\r]em chor{tis) I et Q{uintum)
[Ae]\butium Liberal[em\ \ {centurionem) Ieg{ionis)
eiusdem a[sta\t]um posteriorem.

2. Kleine Ara aus Kalkstein o'i7 mh., 0'I3 br.;
Buchstabenhöhe 0'02 m—0'03 m. EingemauertimHause
des Peter Batura in Pridraga.

Oppia
C{ai) f{ilia)

A ?]equina

v(olum) s(olvit) l(ibens)
m(erito).

3. Ara aus Kallcstein, oben gebrochen, 0'48 m h.,
0'38 m br., 0'45 m d.; Buchstabenhöhe Z. 2 0'07 m,
Z. 3 0‘o85 m. Eingemauert im Hause des Matthäus
Kubrija (am Thore), Häusergruppe Pedic bei Pridraga.

“rtTvvr

P-ä-M

P

I(ovi) O(ptimo) M(aximo)
P(ublius) Aeilius) M( . . .)
p(osuit).

Yor einigen Monaten erwarb ich von einem
Wiener Antiquitätenhändler das Fragment einer
Bronzeplatte mit römisclier Inschrift. Zufällig lernte

ich den früheren Besitzer des Objectes, von dem der
Antiquar es übernommen hatte, kennen, welcher mir
erzählte, er habe dasselbe vor Jahren bei einem
Eisentrödler in Prag erstanden. Fig. 4.

Das Bruchstück ist 0'l05 m h., 0*115 m br. und
0*003 m d.; Buchstabenhöhe 0'006 m.

Fig. 4 Fragment einer Bronzetafel.

asi

is . esto
iensem pu
es pagani prom
5 ordinaria erit co

cu]rsum molis molit
utendae aquae promo
or]dinem utendae aquae
p]agi quandoque concili[um

10 flu]minis aut ad villam fa[m
d]enuntiatum [e]rit . qui
a]b hora secunda in
ut videbit[ur

Über die Bedeutung des Inschriftfragmentes hatte
Herr Professor Theodor Mommsen die außerordent-
liche Güte, mir Folgendes mitzutheilen:

„Dafür, dass es ein Gesetz oder ein Statut ist,
spricht theils das Material, das vorzugsweise für
solche verwendet wird, theils die Formei Z. 2 esto,
worauf leerer Raum zu folgen’ scheint. Auf einUrba-
narium weist Z. 4 pagani Prorn^ und Z. 7 Promoj;
am nächsten liegt Promona, eine, wie die neuesten
Funde gezeigt haben, nicht ganz unbedeutende Ort-
schaft nördlich von Salona, bei dem heutigen Teplju.

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