Alexandrinische Aphroditestatuetten
115
die unrichtige Ansetzung zum Teil wenigstens mit Schuld tragen. Das plumpe,
breite Armband am Oberarm dürfte von einer antiken Restauration her-
rühren. Die Göttin hielt in den Händen das Brustband oder die Halskette:
ein der antiken Kunst sehr geläufiges Motiv, dessen Ursprung man fälschlich
auf die Pseliumene des Praxiteles zurückführen wollte7).
2. Bronzestatuette, Paris, Louvre
114: Bronzestatuette
(London, British Museum).
115: Bronzestatuette
(Paris, Louvre).
antiques 146 n. 635 (hier als Kleopatra, Königin von Syrien gedeutet); Reinach,
Rep. de la stat. II 359, 3; aus Syrien. Eine gefälligere Variation des vorigen
Typus. Am Kopfe auch hier Geierdiadem mit lybischen Locken. Das mit dem
Diadem aus einem Stück gegossene Isisabzeichen ist zum größten Teil abgebrochen.
7) Vgl. Jahrbuch 1894 Taf. 9 S. 248; W. Klein, Praxiteles 282; Geschichte der griech. Kunst II 256;
Rev. arch. I 1907 p. 59.
15
115
die unrichtige Ansetzung zum Teil wenigstens mit Schuld tragen. Das plumpe,
breite Armband am Oberarm dürfte von einer antiken Restauration her-
rühren. Die Göttin hielt in den Händen das Brustband oder die Halskette:
ein der antiken Kunst sehr geläufiges Motiv, dessen Ursprung man fälschlich
auf die Pseliumene des Praxiteles zurückführen wollte7).
2. Bronzestatuette, Paris, Louvre
114: Bronzestatuette
(London, British Museum).
115: Bronzestatuette
(Paris, Louvre).
antiques 146 n. 635 (hier als Kleopatra, Königin von Syrien gedeutet); Reinach,
Rep. de la stat. II 359, 3; aus Syrien. Eine gefälligere Variation des vorigen
Typus. Am Kopfe auch hier Geierdiadem mit lybischen Locken. Das mit dem
Diadem aus einem Stück gegossene Isisabzeichen ist zum größten Teil abgebrochen.
7) Vgl. Jahrbuch 1894 Taf. 9 S. 248; W. Klein, Praxiteles 282; Geschichte der griech. Kunst II 256;
Rev. arch. I 1907 p. 59.
15


