Die Metopen der Nordostecke des Parthenon.
Von dem ganzen reichen Skulpturenschmuck des Parthenon kennen wir bis-
her die Metopen am wenigsten genau, obwohl vielleicht gerade sie vor allem
geeignet sind, uns an die Kunst des Phidias heranzuführen. Abgesehen von
den nach London gelangten Platten und den wenigen, die außer diesen durch
Gipsabgüsse bekannter geworden sind, wie die Metope West I, Süd I, Ost VII
und Nord XXXII, sind eigentlich nur die Metopen der Westseite Gegen-
stand genauerer Untersuchung gewesen. Als 1896 die Westseite des Parthenon
zum Teil eingerüstet war, hat W. S. Ebersole die Metopen dieser Seite einer
genauen Prüfung unterzogen und darüber im Am. Journ. of Arch. III 1899,
S. 409 ff. einen Bericht gegeben. Die übrigen Metopen sind in ihrer Unzugänglich-
keit auf der Höhe des Parthenon zwar oft und oft von unten aus mit Hilfe von
Jahreshefte des österr. archäol. Institutes Bd. XIV.
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