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you were swept into space again. It 's all like a dream!
I wonder if you understand why I am talking to you
like this!

He: I think I understand you better than you under-
stand me.

She: Why? But there is the bell, and I shall never
know—tili the next time. Good-bye! See, your train is
moving, you must hurry! Good-bye! Oh, oh! get on
your train, please! Oh, you will be left! Why don't you
go? You must go!—There, the train has gone! What
do you mean? You must n't follow me, you will spoil
everything. Oh, why did I begin this! What are you
going to do?

He: I am going to Ogden. I hope you will for-
give me!

She: But you were on the other train!

He: For three minutes only.
I have been in this car, four.
seats behind you, ever since we
kft Chicago!

Bruce Porter, als europäisch
geschulter trefflicher Maler in
grossem dekorativen Stil bekannt,
offenbart auch in seiner ethischen
und dichterischen Anschauung
eine grossangelegte idealistische
Natur, die gegen das gemeine und
unwahre Banausentum eine tief
ironische Abneigung hat.

Besser, als eine Umschreibung es
vermag, charakterisieren ihn seine
Sachen selbst, wie z. B. nach-
folgender Prolog zur Lark:

"Hark! hark! The Lark at

heaven's gate sings!"

A new note—some of the

joy of the morning — set here

for the refreshment of our souls

in the heat of mid-day.

With no more serious in-

tention than to be gay—to

sing a song, to teil a story;—

and when this is no longer to

our liking, — when the spring

calls, or the road invites,—

then this little house of pleasure

will close its doors; and if you have cared for our singing,

and would have more of it, then you must follow us a-field.

For, after all, there 's your place and ours—there you

may hear the birds calling, and see trees blowing, and

know the great content of the earth. Meantime, shut in

the town, we shall blow our nickel pipe, to make you

believe it is a reed, and that you dance, garlanded, to its

piping."

Von seinen Zeichnungen ist der (erheblich verkleinerte)

„flötende Faun" reproduziert.

Als illustrierende Gehilfen geben der Lark Willis Polk,
Ernest Peixotto und Florence Lundborg Beiträge. Peixotto
variierte in sinnreicher Weise das Thema der Lerche, die auf
dem Titelblatt der Zeitschrift nach verschiedenen Citaten be-
kannter Dichter dargestellt wird, und von ihm stammt auch
der witzige Einfall des 'Retour de l'impressioniste'.

Die äufsere Ausstattung der
Lark ist gesucht einfach; das
Papier ist gelb und so dünn, dafs
es nur einseitig bedruckt werden
kann. Aber trotz dieser scheinbar
gesuchten Naivität und auch trotz
der grofsen litterarischen Vorbil-
dung, die die Lark voraussetzt,
ist eine echte künstlerische Unbe-
fangenheit vorhanden. Mögen uns
Burgess' Späfse auch manchmal
zugespitzt und fremdartig vor-
kommen, ein starker Humor, der
dem Leben wirklich überlegen ist,
kämpft einen frischen, fröhlichen
Kampf gegen die fin de siecle Pose
selbstgefälliger Müdigkeit; wir
schulden, denke ich, den tapfern
Streitern im fernen Westen für
ihren altmodischen Idealismus
einen freundlichen Zuruf.

Wenn es der eigentliche Sinn
und die — beinahe ethisch zu
nennende — Aufgabe eines ameri-
kanischen Chap-Books ist, die un-
befangene künstlerische Auffassung
des Lebens dem humorlosen, has-
tigen Tagesgetriebe entgegenzu-
stellen, dann ist die 'Lark' unter
den vorhandenen Zeitschriften
dieser Art die beste.

A. Warburg

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