Pfälzer Bote für Stadt und Land — 25.1890

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rer; bbeſſere Stellung des Lehrerſtandes in ſeinen
geſammten äußern Verhältuiſſen; e. Beſchränkung des
Fachlehrerthums; größere Verantwortlichkeit des Klaſ—
ſenlehrers für körperliches und geiſtiges Gedeihen
feiner Zöglinge: d. Pflege der Spiele und koͤrperli—
chen Uebungen, welch letztere als tägliche Aufgabe
zu bezeichnen ſind, insbeſondere alſo Verſtärkung und
Hebung des Turn Unterrichts, Ertheilung deſſelben
womöglich durch Lehrer der Anſtalt; e. Begünſtigung
der Pflege des Körpers und der Exfüllung der For—
derungen der Schulhygiene, ſowie Controlle der letz⸗
tern durch einen Schul-Arzt, Unterweiſung der Lehrer
und Schüler in den Grundſätzen der Hygiene; f. der
Unterricht im Freien iſt für die Natuͤrkunde, ſowie
für die geographiſche und geſchichtliche Heimathkunde
auf alle Weiſe zu fördern.

Am Samſtag wurde die Frage berathen: Kann
die Reifeprüfung entbehrt werden? und wenn nicht,
ſind Vereinfachuͤngen einzuführen und welche? Damit
verbunden wurde die Frage des Kaiſers: Iſt der bei
den Prüfungen zu Tage getretene Ballaſt beſeitigt?

Deutſches Reich

Berlin, 15. Dez. Seine Majeſtät der Kaiſer
verlieh dem Erbgroßherzog von Luxemburg bei deſſen
geſtriger Audienz den Schwarzen⸗Adler⸗Orden.

; + Berlin, 15. Dez. Ein draſtiges Gegenſtück
zu dem Stempelſteuererlaß an den Zrhr. v.
Lucius lernt gerade gege nwärtig die Stadtgemeinde
Berlin keunen Aus dem Reingewinn der Berliner
Gewerbeausſtellung im Jahre 1879 iſt eine Stiftung
von 500.000 M begründet worden zu Stipendien im
Intereſſe der Hebung der Handwerker durch Vorträge,
Stipendien für Reiſen uſw Von dieſer Stiftung be—
anſprucht jetzt der Fiscus eine Stempelſteuer von
20,000 %., welche die Zinſen des Stiftungskapitals
für ein ganzes Jahr in Auſpruch nimmt und damit
die Wirkfamkeit der Stiftung für ein ganzes Jahr
ſuspendirt. Eine Niederträchtigkeit erſten
Ranges leiſtet ſich das Witzblatt Ulk“, Beilage
zum „Beil. Tagebl.“. Es ſtellt an die eine Seite
des Bildes Schweine, un die andere Jeſuiten und
dazwiſchen tritt „Ulk“ und ſagt zu den Jeſuiten: „Nur
Beduld, meine Herren, erſt das Nützliche und dann
das Angenehme!“ Alſo das Blatt zieht die Schweine
den Jeſuͤiten vor — das charakteriſirt wohl die Höhe
des ſittlichen Standpunktes der Redaktion dieſes
„Schweineblattes“. Wollen denn die jüdiſchen Blätter
abſolut auch die Katholiken zum Antiſemitismus
bekehren? Auch die Freiſinnige Ztg.“ erklärt,
daß die Autijeſuitenbewegung bisher nur vom ſogen.
Evangeliſchen Bunde ausgehe Gegenüber den prote—
ſtantiſchen Eifereren in Schwaben, die im Lande um—
herziehen, um der Bevölkerung Jeſuitenangſt beizu—
bringen, bemerkt der demokratiſche Stutigarter „Beob-
achter“ treffend: „Wir ſind perſönlich gewiß keine
Freunde der Orden, am wenigſten der Jeſuiten, aber
wir ſind auch nicht dafür, daß man, zumal in kirch—
lichen Dingen, ſtatt ſich ſeiner Gegner ſelbſt zu er—
wehren, nach der Hülfe der Polizei ſchreit, und wir
meinen, die evangeliſche Kirche mit ihrem Rüſtzeug
ſollte ſich ſtark genug fühlen, um eine Handvoll Je—
fuiten nicht ſo zu fürchten.“

Mainz, 14. Dez. Der heutige hier ſtattgehabte
heſfiſche Katholikentag war von etwa 7000
Perſonen aller Stände beſucht und nahm einen glän—
zenden Verlauf. Der impoſanten Verſammlung prä⸗
ſidirte Fürſt Ffenburg Bierſtein Herr
Rechtsanwalt Bren tand verbreitete ſich über
die Ordensfrage, Herr Stadtpfarrer Forſchner
ſprach über die Schule Herr Oberpfarrer Dr.
SchHmig aus Krefeld redele über die ſoziale
Frage, Herr Stadtverordneter Meſtzler behaͤndelte
in ſeinem Vortrage die Papſtfrage Die Schluß—
rede hielt, mehrfach durch jubelnden Zuruf unter—
brochen, Herr Reichstagsabgeordneter Profeſſor Dr.
Schaädler aus Landau. Derſelbe legte dar: Was
lernen wir, was lernen unſere Feinde, was lernen die
Regierungen aus den Katholikentagen Die Verſamm—
lung nahm ſodann vier entſprechende Reſolutionen an.

Ausland.

* Genf, 15. Dez. Geſtern fanden hier mehrere
Anarchiſten Verſammlungen ſtatt In einer derſelben
wurde die Ermordung des Generals Seliverstoff von
dem Anarchiſten Weill als eine rühmreiche That ge-
prieſen und dem muthmaßlichen Mörder Padlewsky
die höchſte Anerkennung gezollt. Die Anarchiſten
Brenard und Stojauoff hielten Schmähreden gegen
die Schweiz und ihre Einrichtungen

Rom 15. Dez. Der Erzbiſchof von Dublin,
Walih, ſoll nach Rom kommen zur Berathung der
Schritte, welche gegen Parnell zu unternehmen ſeien.
(?) — Hr. v. Schlözer beſuchte geſtern den Cardinal⸗
Staatsſekretär, um eine Audienz für den Grafen von
Schaumburg⸗Lippe und deſſen Gemahlin, die Schwe—
ſter des Kaiſers, nachzuſuchen.









feines Zöalinas wikbenierizer Schüler wurde Mit Wärme
und bemundernztwürdiger Klarheit fprad er über ein
wifſenſchaftliches Th:ma, weldes er in kurzer Zeit autzu⸗
arbeiten beabſichtige (Fortichung folgt.)



Paris, 15. Dez. Der morgige Miniſterath
wird darüber entſcheiden, ob Diejenigen, die Padlewski
verborgen und ihm hei ſeiner Flucht geholfen haben,
verfolgt werden ſollen oder nicht.

Aus Baden.
Heidelberg, 16. Dezember.

® Bei der Bad. Landesztg in Karlsruhe iſt
die Nachricht eingegangen, daß es ſich bei der Unter—
redung, die der Reichskanzler v. Caprivi mit dem
Abg Win dthorſt jüngſt gehabt hat, um die Jeſu—
iten frage gehandelt habe. Der Beſcheid des Reichs—
kanzlers ſoll der Bad Landesztg zufolge „auf völlige
Aus ſichtsloſigkeit des Centrumsantrages
gelautet hHaben.“ Dieſe Nachricht der Landesztg trägt
den Stempel der Lüge an der Stirne Mit der,
natlib. Blättern eigenen Unverfrorenheit wird hier
wieder das Publikum getäuſcht. Das Schickſal des
Centrumsantrages im Keichstage — und das weiß
die Landesztg. recht gut hängt nicht vom Reichs⸗
kan zler ſondern vom Reichstag ah. Wie kaun
alſo der Beſcheid des Reichskanzlers auf völlige Aus—
fichts loſigkeit gelautet haben? Was der Bundes—
rath nach einem dem Centrumsantrag günſtigen Reichs—
tagsbeſchluß thun wird, bleibt dann abzuwarten. Der
Einfluß der Freimaurerei iſt in Regierungskreiſen
zur Zeit nicht mehr ſo groß denn 1872. Uebrigens
leſen wir im Münchener Ftemdenblatt, die Meldung,
daß Windthorſt mit Capribi eine länzere Unterredung
hatte, falle nicht auf, denn Windthorſt hätte in letzter
Zeit öfter ſolche Unterredungen mit Caprivi gehabt.

¶ Auch in La denburg ſpukt die Jeſuilenangſt.
Der evangeliſche Kirchendiener ſammelt eifrigſt Unter—
ſchriften gegen die Rückkehr der Jeſuiten Nachdem
die Diener am Wort als Autiſemiten nach oben keine
Gnade gefunden, probiren ſie es als Antijeſuiten.
Woher aber die Augſt? Fürchten die Bundeshrüder,
ihre Leute möchten, wenn die Jeſuiten zurückkehren
ſich überzeugen, daß dieſelben doch nicht ſo ſchlimm
{ind, wie man es ihnen vormacht, und daß ſie denn
doch keine Bockshufe haben?

Die Katholiken verlangen doch die Jeſuiten nur
für ſich und nicht für die Proteſtanten; und wenn
einmal ein Jeſuite in der Galluskirche predigte, brauchte
ihn kein Proteſtant zu hören, jedenfalls würde man
nicht ſo unverfroren ſein, Andersgläubige dazu einzu—
laden, wie man zum hetzeriſchen Lutherfeſtſpiele die
Katholiken eingeladen hat.

Es iſt wirklich ſchwer zu begreifen, wie Leute, die
Deutſche ſein wollen und bei jeder Gelegenheit von
Vaterlaͤndsliebe und Duldung triefen, jeßt noch für
ein Kulturkampfgeſetz der ſchlimmſten Art eintreten,
dafür Unterſchriften ſammeln und ihre Unterſchrift
geben können, welches andere Deutſche, hochgebildete
Männer, tadelloſe Prieſter, denen man während einer
24jährigen Wirkſantkeit in Deutſchland nicht das ge—
ringſte Vergehen gegen ein Staatsgeſetz oder irgend
ein Verbrechen nachweiſen konnte, die im 70ger Kriege
wegen ihrer patriotiſchen Haltung ausgezeichnet wurden,
aus dem Vaterlande verbannt, mit einer Strafe be—
legt, welche man kaum über ſchwere Verbrechen und
gemeingefährliche Leute verhängt.

Man muß erſt die Leute durch Verläumdungen
gruſeln machen oder in ihnen etwas, was der Lan—
dauer Advokat in ſeinem Leibe verſpürte, erregen, be—
vor man ſie dazu haben kann, deutſchen Mitbürgern
das Heimathsrecht zu rauben. Da nützt es nichts
mebhr, eine ſüßfreundliche Miene aufzuſetzen und auf
Synoden hochtrabende Phraſen der Duldung zum
Fenſter hinaus zu Halten. Der evangel. Bundes—
bruder hat ſich durch die letzte Agitation vollkommen
entpuppi, wie er ſchon wiederholt, beſonders auch bei
der Veranſtaltung des Lutherfeſtſpiels zum Vor—
ſchein gekommen iſt.

S Bom Neckar. An unſerer Bergſtraße iſt's
in leßter Zeit gar lebendig geworden. Da reichen
ſich Freimaurer, (umevangeliſche Bundesbrüder, Na—
tionalliberale die Hand, um gegen uns Katholiken
Sturm zu laufen und aufzuhetzen. Einen wahren
Hexenſabbath feiern dieſe Sturmgeiſter in einer der
Hochburgen des Nationalliberalismus/ dem Amtoͤſtadtchen
WeinhHeim. Darüher hält uns ihr offizielles Organ,
der dortige Amtsverkündiger, auf dem Laufenden. Erſt
kam im Herbſte die Recitation des Luther Hetz Spie⸗
les in der prot Kirche. Das war die Einleitung.
Daran reihte ſich vor 14 Tagen eine Anti-Jeſuiten—
Verſammlung, mit daran anſchließender Unterſchriften—
ſammlung voͤn Haus zu Haus, u. nun ſoll am Sonn—
tag (14. Dz.) noch eine neue Hetzverſammlung in der pt.
Kirche ſtaͤttfinden zur Gruͤndung eines (un)evangel.
Bundes, um ſo die Hetzerei dort in Permanenz ein—
zurichten. Nır zu! ihr Brüder, ihr werdet doch nur
das Schickſal haben des Geiſtes in Goͤthe's Fauſt,
der ſteis das Böſe will und ſtets das Gute ſchafft,“
ihr werdet die Katholiken nur aufwecken und enger
an einander Kitten. Und, was die Jeſuiten betrifft,
ſo iſt's ſchade um die viele Mühe, die ihr euch macht,
denn wiſſet ihr das Geheimniß noch nicht, ſo ſage
ich es euch: trotz Alledem — die Jeſuiten kommen
doch!






Was übrigens
ſo hörte ich, daß einer der Colporteure derſelben der
auch⸗katholiſche Stadtbaumeiſter Y gewejen. Ob der
Mann nicht daran Ddenkt, daß er doch . auch
von dem Gelde der kathol. Bürger bezahlt
wird? Es ſollen auch alle die Kunſtſtückchen
Sammlung von Unterſchriften angewendet worden ſein,
die in ſolchen Faͤllen feit Langem in Uebung ſind:
ſo wurde die Petition auch in der großen Freuden—
berg'ſchen Lackfabrik aufgelegt, wo die nach Hunderten
zählenden Arbeiter unterzeichnen „durften. Aehnliche
Dinge ſollen in dem anderen großen Weinheimer
Etabliſſement, der Maſchinenfabrik der Herren Platz,
niemals vorkommen Einen beſondern „Kniff“ wandte
der Amtsverkündiger an, um auch die Katholiken zur
Unterſchrift zu verleiten. Er meinte, man müſſe zwi—
ſchen Jeſuiten und Katholiken unterfcheiden, da ſei
ein großer Unterſchied. Nın ja — auch wir Katho—
liken unterſcheiden bei uuſern Glaubensgenoſſen, aber
doch etwas anders. Wir unterſcheiden pflichttreue u.
pflichtvergeſſene Söhne der Kirche, ſolche, die treu zu
ihrer Kirche halten und joldhe, die von ihrem durch
das Taufwaſſer überkommenen Katholizismus keinen
Gebrauch machen. Die erſteren nennen wir Katho—
liken, die letzteren Auchkatholiken Letztere ſtehen meiſt
den Frieden der Kirche bereitwilligſt zur Verfügung,
und von dieſen wird eine mehr oder minder große
Zahl auch die Anti JeſuitenPetition in Weinheim
unterzeichnet haben. Daß aber auch in Weinheim
trotz Druck und Hetze und Kniffe noch Katholiken der
erſteren Art, überzeugungstreue und mannhaft mu—
thige Männer exiſtiren, beweist der Umftand, daß
auch die Petition für die Jeſuiten, die von Freiburg
aus durchs ganze Land ging, dort eine verhältniß—
mäßig große Zahl von Unterſchriften erhalten haben
joll. Auch dazu haben die liberalen Hetzer mitgehol—
fen, denn die Entrüſtung der Katholiken darüber, daß
man die Anti Jeſuiten Adreſſe auch , ihnen vorlegte,
war mit Recht ſehr groß. — Dieſe Zeſuitenfurcht!
es iſt doch zum Lachen. Alſo die 200 Jeſuiten regen
die Herren thatſächlich mehr auf, als das ganze Heer
der Sozialdemokraten. Fın Volke ſagt man ſich mit
RKecht: wenn die Jeſuiten ſtaatsgefährlich oder die
offentliche Ruhe ſtörend wirken! nun da paͤcke man
ſie am Kragen und fetze ſie auf die Auklagebank reſp.
ins Gefängniß Nun hat man ihnen aber weder in
Preußen, wo ſie 50 Jahre wirkten, noch in Baden,
wo ſie im höheren Auftrage in der Revolutionszeit
den zuſammengebrochenen Thron wieder aufrichten
halfen, je Derartiges nachweiſen können! Wenn man
aber von confeſſioneller Hetze fabelt, da gehörte doch der
(un)evangeliſche Hetzbund zuerſt hinausgejagt Und da
ſoll ein rechtlich denkender Menſch, mag er Eonfeſſion
und politiſche Richtung haben, welche er will, begrei—
fen, daß Sozialdemokraten, liederliche Frauen—
ziumer, auch diebiſche Zigeuner ufjw., unbehelligt im
Vaterlande bleiben oder herumziehen dürfen, daß der
(unevangeliſche Bund ungeſäumt ſein Hetzweſen gegen
feine katholiſchen Mitbürger treiben darf — aber ein
katholiſcher Ordensmann — nein! Nur für den hat
das Valerland keinen Raum!? Ganz gewiß — jene
Verbündeten machen aus dem Jeſuiten einen Wau—
wau zurecht um mit demſelben das Volk in die
rettenden Arme der Nationalliberalen und Freimau—
rer hineinzuſchrecken. Darum iſt dieſe Bewegung
intereſſant und werde ich da nun auch von anderen

Orten der badiſchen Pfalz Material vorliegt, auch
dieſes demnächſt event. beröffentlichen — um Ver—
trauensduſelige zu warnen. —

Perſonalnachrichten

Graßh bad StaatZeifenbahnen. VBerfeßt: Fridelin
Zäger Bahnmeiſter in Graben nach SGotimadingen: Carl
Bauſch. Heizer in Mannheim, nach Waldehut; Julius
Kopp, Heizer in Offenbura nady Heidelberg; Anton Walter,
Heizer in Offenburg nacdh Karlıuhe; Heinrih Schäfer,
ErpeditionSgehülfe in Mannheim, zur Verſehung des Bılet-
ausgeberdienſtes nach Sölingen; Ferd Raab, Kanzlei-
gehilfe in Waldehut nach MWannheim.

Sroßb. ZoNlverwaltung. Privatlagerauffeher Kaspar
Jerg in Mannheim wurde mit Verſehung der Stelle eines
Grenzaufſehers in Dingelsdorf betraut
Großh Domänendirektion. Salinediener Karl Schmidt
in Dürrheim wurde auf Anjuchen mwegen vorgerücten
Alters und leidender Gejundheit unter Wnerkennung ſemer
langiährigen und treuen Dienſte in den Ruheſtand verſetzt.

Aus Stadt und Land.

dtachrichten für dieſe Rubrik find uns jederzeir willlammen. — Etmatge
Foften werden ſtets ſoſort erfeßt.)

S.C,B. geidelberag, 16 Dezember. MuthHmaßlidhes
Wetter anı Mittiwodh, 17. Dezemb. Nachdrug verboten.)
Der Hochdruck im Oſten Europas iſt in entſchiedener Ab
nahme begriffen. Eine Depreſſion von 755 mm, Barometer-
jtand lieat über der Nordſee verſpricht aber keine lange
Dauer, da in Irland das Barometer fchon wieder Neiauna
zeiat zu ſteigen Der Luftwirbel in Nordſkandiuavien
Die Aus⸗
ſichten auf eigen völigen Wiiterungsumfehlag ſind alſo
abermal3 größtentheils vernichtet Die erwartete Atnahme
der Kälte wird zwar eintreten aber die beginnende Be—
wölkung wird am Mittwoch faſt ausſchließlich nur fpora-
diſche Schneefälle bringen, aber kein förmlıdes Zhauwetter.
Der Donnerſtag dürfte bei mäßiger Kälte fich größtentheils
wieder trocken geftalten.

Heidelberg, 16. Dez In der geſtrigen Sitzung
der Schöffengerichts kamen folgende Fälle zur Aburthen
ung: Georg Ding von Edingen wegen Uebetretung des $
360° R.St.G.B., 50 .ME. Geldftcafe. Georg Wacker von








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