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Nach dem 2. Weltkrieg wurden die strengen Vorschriften, die zuvor für die Gründung
einer neuen Apotheke gegolten hatten, gelockert. Das führte zu einer raschen Vermehrung
der Apotheken. In Ilvesheim entstand die Schloß-Apotheke in der Schloßstraße und in
Seckenheim die Brücken-Apotheke an der Brückenauffahrt, die sich sehr gut in das schö-
ne historische Seitz'sche Anwesen Hauptstr. Nr. 80 einfügt. Die Brücken-Apotheke wurde
von 1950 bis 1966 von Apotheker Lassonszyk und wird seit 1966 von Herrn Siefel geleitet.
Für wenige Jahre gab es in der Hauptstraße neben dem Gasthaus „Reichsadler" noch eine
dritte Apotheke, die „Rathaus-Apotheke", die aber 1954 von Seckenheim weg verlegt wur-
de. Seit Sommer 1973 gibt es in der Zähringer Straße wieder eine dritte Apotheke: die
„Zähringer-Apotheke".Inhaber dieser Apotheke ist Apotheker Jürgen Sturm.
Nacht- und Sonntagsdienst können heute in wechselndem Turnus auf mehrere Schultern
verteilt werden. Als es nur eine Apotheke gab, hatte diese immer dienstbereit zu sein. Es
bedurfte eines langen Briefwechsels mit der Behörde, damit der Apotheker Ketterer 1916
Sonntag nachmittags für wenige Stunden seine Apotheke schließen konnte: „Im Einver-
ständnis mit dem Großherzoglichen Ministeriums des Innern wird Ihnen in jederzeit
widerruflicherweise, unter ausdrücklicher Beschränkung auf die Kriegsdauer gestattet,
Ihre Apotheke an Sonntagen von 2 bis 8 Uhr nachmittags zu schließen. Die in Betracht
kommenden Ärzte wollen Sie bitte benachrichtigen." [Unterlagen u. Dokumente der
„Alten Apotheke" u. mdl. Auskünfte]

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