Probst, Hansjörg
Seckenheim: Geschichte eines Kurpfälzer Dorfes — Mannheim, 1981

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tiger Schwalbwurz; hübsche gelbe Sonnenröschen; Hügelmeier, ein kl. Labkraut mit wei-
ßen Sternchen; rote Karthäusernelke; Lichtnelken; leuchtende Polster des Thymian; Salz-
kraut, wichtig, weil es den Flugsand festhält; desgleichen Hundszahn; rosa Hauhechel;
Filzscharte; Grasnelke; Färberkamille; Sandwegerich; wilder Spargel; Graukresse; Sand-
zeist; Nachtkerze u.a.

b) Im Wald und auf Lichtungen:

Johanniskraut, Weidenröschen, roter Waldzeist, Nachtschatten (+ + +), Königskerzen
(3 Arten), Wintergrün (3 Arten), Pirola, Waldvöglein (blüht rot), breitblättriges Knaben-
kraut, Nestwurz, Sumpfwurz, Fichtenspargel, Hundszunge (blüht braunrot), stolzer
Heinrich, Boretsch, Schwalbwurz (+ + +), Honigklee u.a.

c) Sträucher im Wald:

Hartriegel, Liguster (Rainweide), Berberitze (Zwischenträger von Getreiderost), Pfaffen-
hütlein (Naturschutz), Kreuzdorn; Faulbaum, Schwarzdorn (Schlehe), Weißdorn (Mehl-
beeren), Waldrebe;

d) Bäume:

Kiefer - Eiche - Weißbuche - Esche - Linde - Zitterpappel - Birke - Ahorn - fal-
sche Akazie - Ulme oder Rüster; die Mistel.

e) Pilze:

Sandröhrling, Pfifferling, Butterpilz, Ziegenlippe, Ziegenbart, Parasol, Täublinge, Stein-
pilz, Fliegenpilz (+ + +), Knollenblätterpilz (+ + +).
0 In alten Neckarläufen, Mallau:

Sumpfschafgarbe, Schilf (Binsen), Schierling (+ + +), Bärenlauch, Bärenklau, Nacht-
schatten, Huflattich, Waldrebe, wilder Hopfen, Zaunrübe.
g) In Feldern und an Feldwegen:

Erdrauch, Hühnerdarm, Gauchheil, Hirtentäschel, Fingerkraut, Wolfsmilch, echte
Kamille, Hundskamille, Klatschmohn, Kornblume, Kornrade (Samen + + +), Acker-
senf, wohlriechende Rauke, Hederich, Knopfkraut (Ausreißer aus d. botan. Garten
i/Karls.), wilde Zichorie (Wegwart), guter Heinrich, Melde, Berufskraut (eingewandert
vom Hafen aus), Eisenkraut, Gänsedistel, Kratzdistel, Ackerwinden,
h) Am Fahrdamm der O.E.G.:

Wiesenschaumkraut, scharfer Hahnenfuß, Wiesensalbei, Sauerampfer, Taubnessel, Gän-
seblümchen, Gundelrebe, Günsel, Fingerkraut, Erdrauch, Schafgarbe, Färberwaid, Lab-
kraut, Klee, Brünelle, guter Heimich, Kornblume, Mohn, Beifuß, Winde, Pastinak, Wie-
senkerbel (wilde Möhre), Flockenblume, Pippau, der gelbe Wau, Odermennig, Klebkraut,
Hornklee, Kronwiese, Wiesenstorchschnabel u.a.

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich Neuankömmlinge vor allem über den Mannhei-
mer Hafen ausgebreitet. Für Seckenheim auffällig ist das Neuauftreten der lappigen Reb-
schlinge, die bis in die Hausgärten Sträucher und Hecken rasch überzieht.
Acker und Wälder der Gemarkung weisen die typische Tierwelt dieser Gebiete auf: Fuchs,
Dachs, Wiesel, Marder, Igel, Maulwurf und Spitzmaus, Hase, Kaninchen und Hamster,
ebenso wie verschiedene Ratten- und Mäusearten. Bussarde, Habichte, Falken und Wei-
hen finden vor allem entlang der Autobahn reichliche Nahrung; stark verbreitet haben
SKh Krähen und Elstern unter den Rabenvögeln. Neu hinzugekommen sind Möwen, die es
früher in unserer Gegend nicht gab. Stark vertreten ist auch die ganze Reihe der Singvögel:
Ammern, Lerchen, Finken, Meisen, Drosseln, Amseln, Rotschwänzchen, Bachstelzen und
vor allem Sperlinge. Im Wald finden sich Häher, Hohl-, Ringel- und Turteltauben, am
Neckar Wildenten, Haubentaucher, Bläshuhn, das grünfüßige Teichhuhn, Zwergtaucher
und seit neuestem wilde Schwäne. Von den jagdbaren Schalentieren ist nur das Rehwild

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