Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein [Editor]
Die Rheinlande: Vierteljahrsschr. d. Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein — 1.1900-1901

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QlLZfenster.

6kri8tiLN8en.

Oer Orossksr^oA kat äerr Lünstlern seiner
„Lolonie" nickt nor ein iVlnsisr von WerkstLtt
Asstistel', er kat äie ein^elnen 2n§1eicli errnnntert,
sicli nrn ciiesen IVüttelpnnkt üernrn itirs ei^enen
WolinIiLnser 2N dnnen, wo sie rnit ikrsrn Ilercl
Irei Lnl eiAsnsrn Loclen sälsen, nnä er dnt iknen
äie ^VnsIüdrnnA nncd cdeses Qeünnlcsns deüenlencl
erleicdterl.

Osr Wnnscd üss IVlenscden unü Lnnstlsrs,
sick sin Qescdöpf 2N scdnden nncd seinsrn Lilcle,
öas ssinss eiAenen Qeistes Oöern ntnis, wirö
sicd deini Icnnstlsriscdsn IVlenscden nocd rnsdr
nls dsi ^eöein nnclern nncd nnt öns IInns er-
streclcsn, clns er sicd dnnt. Onrnrn wnr es nicdt
Li§entnrnsvsr1nn§en nncl Lesit^esirsnäe in erster
I^inie, wns cde Lnnstler 2nrn Lnnen verloclcts,
sonclern es wnren clies vor nllern clie rein dnnst-
leriscden ^Vuf^nden, wie sie sicd nus einsrn
solcden Vordnden erAedsn innlsten. ülier de-
sonclers §nlt es, clis er^iekeriscde LeclentnnA cler
Holonis 2nrn -Vusörnclc 2N brinAen nncl 2n de-
tonen. dlncl clns wollten clie Lnnstler. Inöern
sie lnr sicd selder danten, wollten sie äocd
nncd lür Lnclsre dnnen. Lie wollten IVlnster
Lnlstellen.

IVluster, nder nicdt Lcdndlonen. Inüern ^ecler
önrcdnns inäiviclnell dnnte nnü, dnlcl dewnlst
dnlcl nndewnlst, seinen Qdnrnkter nncl Wesens-
dern rein nns^nclrüclcen nncl AleicdsLin wie in
ein L^rndol nni2nset2sn sncdte, sollten clnrcd
clieses Qnnen nncd nnclere Aeledrt werüen, sick
vor nllern selder tren 2N sein, nlle ^Vrt Mnslre
2n verscdrnäden nncl üen IVlenscken ein ei^enes
Qesicdt 2N ^eixen.

Vernedinlicd sollte dssonclers verdnnclst
werclen clis k'rencle nrn rndiZen l^dzitdrnns, an
äer Znten ÜLrinonie cler OinAs nntereinnncler,
nin 8)crndolisinns cler l^nrben nncl Innien: clieser
Orsieini§lceit ^enes Qedeininisses, clns wir Lcdön-
deit nsnnen. ^Vnsclrüclclicd sollte verliünclet

weräen, clnls cliese dädere Lcköndeit nn einsrn
Oin§ nicdt erreicdt ocler verrnedrt wircl clnrcd
^Vnfdleden von nocd so viel so§enLnntsin 8cdinnclc,
sonöern clnrck We^rÄnrnen nllss 3tärenclsn nncl
ünrcd feinfüdli^e 8etonnn§ cler sinnerklürenclen
^Vccente.

Oie Hönser nnü idrs LinricdtunAsn werclen es
nucd cler §1eicdAÜlti§en nnc! Innsn IVlenxs füdlbsr
rnncden, ünfs ^eöes Oin§ von IVlenscdendnncl de-
rufen ist, ein Knnstwerlc 2n sein, wenn§1eick, wie
üdernll, so nnck in cliesein keick nnter clen vielen
IZsrnfenen nnr wsniA /Vuserwödlte ssin werösn.
IVlsn drnncdt vielleickt nicdt xn detonen, clnfs
es in clsr Lnnst deine l^nn^orclnnnA §isdt. Oer
8nt2 ist vielleickt nnwndr in seiner ndsolnten
l^nssnn§. ^Vder rnnn rnnfs es irnrner nncl iinrner
wieäer detonsn, wns sin Oin§ clsr IVlsnsckendnncl
überdnupt 2urn Lunstwerlc rnncdt. Lrnil Qnlle,
cler Arofss ^nnderer in 3cdöndeit, füdrt clies sin-
rnnl 3U8, wie ninn es nicdt leickt dssser könnts.
Ist es ricdti§, frn§t er, clnfs wir von einer 3Lcke,
äie nnf Lnnst ^Vnsprncd erdedt, rnedr verlnn^en
als sor^föltiAe ^VnsfüdrnnA, k'estiAdeit, IDnner-
dnftiAlceit, volle Qeqnernlicddsit irn Qedrnnck nncl
niöAlicdsts 2isrdcddeit? Onfs wir nncd eine
^ewisse Vornedrndsit clss IVlLterials nncl seiner
6snrdeitnn§ foröern nncl obencZrein verlnnAen,
äer innsre 8nn nnö äer snfssrs 8ckrnnclr sollen
dis 2n einern §ewisssn QrLll einen 8inn ans-
sprecden, nucd wenn ilie 8ncde nicdts wsiter
vorstellt nls einsn 8tndl 2nrn 8it2en? Qewifs,
Inutet clie ^Vntwort. Ons rnüssen wir ver1nn§en,
nncd von einern 8tndl, nncl nocd eini^es rnedr,
wenn clieser 3tnd1 ein IVleisterwerlc nncl sine 8Lcke
cler Xnnst sein soll, cl. d. etwns wie clie 8lüte
nncl döcdste KrnftsnfsernnA eines persönlicksn
Lönnens, eines rnöcdtiAen ocler Zerin^en — etwns,
clns clu, ^Vrdsiter, clnrdrinAst nls k'rncdt cleiner
Hnncl, nls Qeclnnlce cleinss Qedirns uncl clns von
cler Würine cleines siAensn dler^ens, cleines
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