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Viertes Kapitel.
Marquise und Karoline, deren freund-
schaftliches Mitgefühl jeden Wechsel in den Elvir
ra's Empfindungen theilte, bemerkten mir großer
Betrübniß die sichtliche Unruhe, mit welcher sie
litt. Die gewöhnliche Beschäftigung mit Ton-
kunst und Lektüre schien ihr zuwider. Die länd-
lichen Feste der benachbarten Dörfer, der muntre
Tanz, die bunten Reihen, bey welchen sie sonst
die Fröhlichste war, gefielen ihr nicht mehr! —.
Auftritte, welche sonst ihre liebste Augenweide
waren, fielen ihr jetzt zur Last; sie war immer
in Gedanktn und Leiden vertieft; aber die Nie-
dergeschlagenheit verbreitete eine unwidersteh-
liche Sanftheit über ihren ganzen Anstand.
Sie wandelte oft durch den Wald, wie eine
Wahnwitzige, sammelte wilde Blumen, und
knüpfte sie in tausend Gestalten. Bald wollte sie
singen, bald weinen, ohne Gedanken an die Per-
sonen, welche sie umgaben.
Die Marquise hatte sich in Entwürfen zu
ihrer Unterhaltung erschöpft, und that nun den
Vor-
 
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